Verkehrserziehung in der Fachschule für Sozialpädagogik

Vom 15.02. bis zum 17.02.2017 fanden für die Erzieherinnen und Erzieher im Anerkennungsjahr Verkehrssicherheitstage statt, die von Peter Béfort durchgeführt wurden. Peter Béfort ist schon 40 Jahre bei der Polizei tätig, leitet nun eine Dienststelle in Minden und ist hauptsächlich in der Verkehrsunfallprävention tätig.

Begonnen haben wir den Tag mit einer Vorstellungsrunde, in der jeder seine Einsatzstelle und seine Erfahrungen mit der Verkehrserziehung bekannt geben konnte. Zunächst hat uns Herr Béfort über die allgemeine Verkehrserziehung für Kinder informiert und uns diverse Fachliteratur und weitere praktische Methoden, z. B. Puzzle und Malbücher, vorgestellt.

Durch eine Präsentation hat Herr Béfort uns anschließend vor Augen geführt, wie die Verkehrserziehung in den letzten Jahren in den Hintergrund gerückt ist und wie viel Einfluss wir als Erzieherinnen und Erzieher nach den Eltern haben, den Kindern den angemessenen Umgang im Straßenverkehr näher zu bringen. Um dieses richtig und kindgerecht umsetzen zu können, haben wir uns theoretisch mit der Entwicklung von Kindern und mit Methoden der Umsetzung hinsichtlich der Verkehrserziehung befasst.

Den theoretischen Teil erarbeiteten wir in kleinen Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Erwartungen an das Seminar, Ziele der Verkehrserziehung, entwicklungsbedingte Defizite bei Kindern, Methoden der Verkehrserziehung. Von dem Seminar erwarteten wir vor allem, sowohl mehr Sicherheit in der eigenen Rolle zu erlangen als auch verschiedene Methoden in der Umsetzung kennenzulernen.

Das Seminar bezog sich vor allem auf Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren, weswegen wir folgende Lerninhalte als besonders wichtig empfanden: kindgerechte Verkehrsregeln; einfache, nicht komplexe Situationen im Straßenverkehr wahrzunehmen; Gefahren zu erkennen und die eigene Sicherheit in den Vordergrund zu stellen. Aufgrund von entwicklungsbedingten Defiziten bei Kindern ist es für uns wichtig, uns in die Lage der Kinder hineinzuversetzen, da Kinder noch nicht über die Fähigkeiten verfügen, die ein Erwachsener aufweist. Kinder haben einen eingeschränkten Blickwinkel, können somit keine komplexen Situationen wahrnehmen und Gefahren erkennen. Sie können Mehrfachaktivitäten nicht nachgehen und lassen sich dadurch schnell von äußeren Reizen ablenken. Die fehlende Theorie und Praxis, sowie negative Modelle beeinträchtigen das Verhalten im Straßenverkehr. Um das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu fördern, können folgende Methoden umgesetzt werden: Ausflüge und Spaziergänge, Projekte in der Einrichtung, Bücher, Lieder, Spiele, Puzzle, Filme, Elternabende, Nutzung von „Autoteppichen“, Experimente und Konzentrationsübungen. Abschließend haben wir uns den Kurzfilm „Tiger und Bär im Straßenverkehr“ angeschaut, in dem sowohl positive als auch negative alltägliche Situationen des Straßenverkehrs auf kindgerechte Weise dargestellt werden.

Durch die offene und interessante Art der Gesprächsführung hat Herr Béfort unsere Aufmerksamkeit erreicht und uns die Relevanz der Verkehrserziehung verdeutlicht. Anhand der praktischen Beispiele und Methoden wurde uns ein großer Lernertrag ermöglicht, welchen wir in die praktische Umsetzung mit den Kindern unserer Einrichtungen transferieren können. Den Studierenden haben diese drei Tage viel Spaß gemacht, da das Seminar vielfältig und kreativ gestaltet wurde.

(Text: Stefanie Dyck und Laura Mauthe - FSP 17B)

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