Wien, Wien, nur du allein, sollst stets die Stadt unserer Träume sein...

Die Abiturfahrt des beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales in Österreichs Hauptstadt Wien.

Eine Welt zwischen Tradition und Moderne: Beethoven, Strauß und Mozart, alte Kaffeehaustradition, barocke Schlösser und Kulturdenkmäler treffen auf Friedensreich Hundertwassers Architektur, die UNO-City im 22. Wiener Gemeindebezirk und moderne Kunst im Museumsquartier.

An was denkt man, wenn man an Wien denkt? Natürlich an Sissi und Franz, die Sachertorte und das Wiener Schnitzel. Vielleicht noch an das weltbekannte Riesenrad im Prater und den berühmten Wiener Opernball. Dass Wien aber viel mehr zu bieten hat, haben die Klassen EZG 19 und EZG 20 des beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Pädagogik des Berufskollegs Lübbecke auf ihrer Abiturfahrt erlebt...
Neben der Besichtigung des Stephansdoms, der Hofburg und des Schlosses Belvedere tauchten wir auf unserer Abiturfahrt auch in die berühmte Theater- und Literaturszene der Stadt ein, indem wir das Stück „Der Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni im Burgtheater besuchten. Beeindruckt hat dabei nicht nur die Crème de la Crème der Schauspielkunst und die gelungene Inszenierung, sondern auch das Imposante des Burgtheaters selbst. „Ein Theaterbesuch ist irgendwie faszinierend und für uns doch etwas Besonderes“, so Hanna und Jenny im Anschluss.

Als angehende ErzieherInnen gehörte ein Besuch in der berühmten Berggasse 19 natürlich auch zum Pflichtprogramm. Sigmund Freuds Wohnhaus, in dem er bis 1938 lebte und arbeitete, gilt auch heute noch als Ursprungsstätte des psychoanalytischen Denkens, das – so zeigte auch die Ausstellung zur Geschichte der Psychoanalyse noch einmal eindringlich – großen Einfluss auf die Kunst und eben auch die Gesellschaft und damit die Erziehung hatte. „Wenn man Erziehungswissenschaft als Leistungskurs gewählt hat, ist es sehr interessant zu sehen, wo die erziehungswissenschaftlichen und psychologischen Theorien ihren Ursprung haben“, stellte Pia fest.

Auch die Besichtigung des Schlosses Schönbrunn gehörte zu unserem Programm. Auf der Imperialtour konnten wir das beeindruckende Bauwerk aus der Barockzeit besichtigen und tauchten so in die Historie der Habsburger ein. „An Sissi und Franz kommt man in Wien eben nicht vorbei, aber vieles war für mich persönlich neu“, sagte Jasmin im Anschluss an die Führung bei dem beschwerlichen Fußmarsch durch den Schlosspark, der uns hinauf zur Gloriette führte. Mit wienerischem Schmäh stellten wir dann aber schnell fest: „Ois hoib so wüd“ („Alles halb so wild“) – denn wir wurden mit einem atemberaubenden Ausblick über die Stadt belohnt.

Am letzten Tag der Abiturfahrt wurde die unmittelbare Nähe zur Slowakei genutzt, um die Hauptstadt Bratislava zu besuchen. Mit der Frage, wann sich für die SchülerInnen der EZG 19 und 20 schon mal die Chance ergibt, diese geschichtsträchtige Stadt zu besichtigen, hatte Marvin die beiden Jahrgänge im Vorfeld für den Ausflug in die 55 Kilometer entfernte Stadt motiviert. Besonders beeindruckt hat uns bei der Stadtführung, dass die eigene Geschichte unseres Landes und die Teilung Deutschlands und damit auch Europas in West und Ost auch für die slowakische Hauptstadt Auswirkungen hatte, die bis heute noch unmittelbar spürbar sind.

Wien, Wien nur du allein...! Dieses Credo gilt wohl nicht nur für viele Einheimische, sondern spätestens seit unserer Abiturfahrt haben auch wir uns als Touristen in die geschichtsträchtige Habsburger-Stadt verliebt.
Das Fazit der EZG 19 & 20 fiel einstimmig aus: Die Zeit war zwar viel zu kurz, aber Wien ist immer eine Reise wert, denn „des war einfach ur-leiwand“ (großartig, hervorragend, toll)!

 

Die Reiseleitung: entspannte Lehrer bei angenehmen Schülern :-)

Schloss Belvedere

Moderne Architektur: Das Hundertwasserhaus

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