EINFACH MENSCHLICH

EINE ETWAS ANDERE WANDERAUSSTELLUNG ZUM THEMA SUCHT.

Die Grenze zwischen Genuss und Sucht ist fließend. Einkaufen gehen kann man genießen, es gibt aber auch so etwas wie Kaufsucht, bei der man zwanghaft Dinge einkauft, die man nicht benötigt. Sport macht Spaß und ist gesund? Doch das gilt nicht für den Sportsüchtigen, der zwanghaft sein Sportpensum absolvieren muss. Alkohol als Genussmittel ist in unserer Gesellschaft legitim, kann aber bei Missbrauch süchtig machen.
Schätzungen zufolge haben 90 Prozent der Menschen etwas, worauf sie nicht mehr verzichten können: Schokolade, Kaffee, Nikotin, Glücksspiel, Internet oder Einkaufen – die Liste ist lang. Nicht immer wird das zum Problem, aber gerade Alkohol, Zigaretten oder Drogen lassen viele Betroffene nicht mehr los.

Die Ausstellung EINFACH MENSCHLICH des Vereins Suchtprävention e.V./ Regensburg thematisiert das Phänomen Sucht in allen Varianten. Besucher können an acht Ausstellungsstationen auf anschauliche Weise den Weg in die Sucht sowie den harten Weg, die Erkrankung in den Griff zu bekommen, nachvollziehen.

Die Ausstellung gastiert vom 14.02.2017 bis 23.02.2017 am Berufskolleg Lübbecke und wird im Rahmen der Gesundheitsprävention mit den Schülerinnen und Schülern thematisiert. Am Samstag, den 18.02.2017 ist die Ausstellung von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr für interessierte Besucher geöffnet.

Berufskolleg Lübbecke
Forum: Raum G-109
Rahdener Str. 1
32312 Lübbecke

Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos.

Sucht ist vielfältig, Sucht ist Abhängigkeit, Sucht ist ein Hilfeschrei, Sucht ist individuell und Sucht ist letztlich ein Thema.
 

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Projektmanagement-Lehrgang an der FernUniversität in Hagen erfolgreich bestanden

Am Berufskolleg Lübbecke haben im Schuljahr 2016/2017 alle neunzehn Schülerinnen und Schüler in der dualen IT-Berufsausbildung der Klasse ITK18 (Informatikkaufleute und IT-Systemkaufleute) ein Zertifikat der Fernuniversität in Hagen mit dem Titel „Projektmanagement“ erworben.

Im 2. Ausbildungsjahr wurde im Rahmen des Unterrichts im Fach Wirtschafts- und Geschäftsprozesse in Kooperation mit der Fernuniversität in Hagen der Kurs „Projektmanagement – Grundkurs zur Planung und Steuerung von Projekten“ erarbeitet. Dieser Lehrgang vermittelt branchenunabhängig die wesentlichen Erfolgsfaktoren für professionelles Projektmanagement und stellt praxiswirksame Instrumente und Methoden vor. Für die eigene Projektarbeit in der beruflichen Praxis werden eine Fülle von Checklisten, Formularen und andere Vorlagen bereitgestellt. Am Ende des Kurses erfolgte eine zweistündige schriftliche Prüfung durch die Fernuniversität in Hagen.

Die neu erworbenen Kenntnisse werden die Auszubilden bei der betrieblichen Projektarbeiten im Rahmen der IHK-Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung anwenden können. Als betriebliche Projektarbeit sollen die Auszubildenden in höchstens 35 Stunden einen Auftrag oder einen abgegrenzten Teilauftrag ausführen und mit praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren.

Die Entwicklung betrieblicher Anwendungssysteme und von Produkten mit Soft- und Hardwarekomponenten erfolgt in der späteren beruflichen Praxis zumeist in Form von Projekten. Bei der Planung, Organisation und Steuerung von Projekten können die zukünftigen Informatikkaufleute und IT-Systemkaufleute dann auf diese allgemeinen Methoden des Projektmanagements zurückgegreifen.

Die Namen der erfolgreichen Kursteilnehmer:

Hakan Daricioglu, Maurice Drinkuth, Svetlana Fechner, Chris Fegel, Marvin Heikens, Florian Heller, Pascal Möller, Ferhan Özdemir, Jonas Rabe, Sebastian Rennhack, Chanel Ritter, Dennis Stobinski, Cihan Tayiz, Dennis Trotner, Christopher Vette, Matthäus Westfal, Thadeo Wiehe, Jelka Wlczek, Niklas Wobker

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WG19B auf dem ,,Weg der Erinnerung“


Auch in diesem Jahr haben unter anderem Lübbecker Schülerinnen und Schüler an das Schicksal der jüdischen Gemeinde während des Nationalismus erinnert. Am Platz der Synagoge wurde im Gedenken an die Progromnacht ein Kranz niedergelegt.

Von René Pascal Knickmeier

Seit September bereitete sich die Klasse WG19B des Wirtschaftsgymnasiums des Berufskollegs Lübbecke im Rahmen des Religionsunterrichtes auf den Gedenktag am 09. November 2016 vor. Damit sich die Schülerinnen und Schüler einen Einblick über das Leben der jüdischen Familien in Lübbecke verschaffen konnten, ging ihre Lehrerin Frau Meyring am 06. Oktober mit ihnen zu zwei Villen, welche damals jüdischen Familien gehörten. Bei dieser Führung erzählte sie den Schülerinnen und Schülern von den Familien, welche in diesen Villen gelebt haben. In den nächsten Wochen arbeitete die Klasse kontinuierlich an den Texten, welche sie an dem Gedenktag vorlesen wollte.

Am 09. November 2016 nahm die Klasse schließlich an dem 78. Gedenktag teil. Nach einer kleinen Stärkung übten die Schülerinnen und Schüler auf dem alten jüdischen Friedhof das Auftreten gegenüber den Zuschauern und trainierten das Sprechen in ein Mikrofon. Um ca. 16:30 Uhr gingen alle zusammen in die Kirche, in der Schülerinnen und Schüler des Wittekind Gymnasiums die Besucher des Gedenktages über die Geschichte der Juden in Lübbecke und deren Friedhöfe und Symboliken informierten. Zwischen den einzelnen Themen konnten die Besucher den Klängen der Musiker lauschen.

Im Anschluss an diese Erörterung wurden die Besucher gebeten den Vordereingang des Judenfriedhofes zu benutzen, wo die Schülerinnen und Schüler der Stadtschule den männlichen Besuchern eine Kippa übergaben. Außerdem bekam jeder Besucher einen Stein, welcher auf einen Grabstein gelegt werden konnte. Die jüdische Religion benutzt Steine, um an die verstorbenen Mitmenschen zu gedenken. Die Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums berichteten über das Leben und das Leiden von vier jüdischen Familien. Sie erzählten von den Familien Ruben, Weinberg, Hecht und Bloch. Bei ihrer Vorstellung erklärten sie zudem noch die Formen und Symboliken der Grabsteine. Sie erläuterten die jüdischen Rituale und Glaubenshintergründe.

Anschließend sang Jakow Zelewitsch, Kantor der jüdischen Kultusgemeinde Minden, das Kaddisch, eines der ältesten Gebete des Judentums, vor. Abschließend gingen die Besucher der Veranstaltung als geschlossene Gruppe zu dem Gedenkstein in der Lübbecker Innenstadt, an dessen Stelle vor der Reichskristallnacht die jüdische Synagoge gestanden hat und welche in dieser Nacht von den Anhängern des NS-Regimes niedergebrannt wurde. An dem Stein wurde im Gedenken an die Reichsprogromnacht ein Kranz niedergelegt. An diesem denkwürdigen Platz versammelte sich die Gruppe und der Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Minden, Giora Zwilling, berichtete über dieses Ereignis. Zum Abschied sang Jakow Zelewitsch noch einmal das Kaddisch. Herr Zwilling mahnte in seiner Ansprache: ,,Beim Gedenken geht es nicht darum, sich in der Kälte die Füße abzufrieren, sondern ein Zeichen gegen Ignoranz und Intoleranz zu setzen“.

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Theorie trifft Praxis

Zukünftige Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung zu Gast bei Mittwald.

Die Auszubildenden der ITFA 17 hatten am 1. Dezember 2016 zusammen mit ihren Lehrkräften Anja und Dirk Kämper die Gelegenheit, den Webhoster Mittwald aus Espelkamp kennenzulernen. Mittwald stellt Rechnerkapazitäten für private und geschäftliche Nutzer – hauptsächlich Werbeagenturen – zur Verfügung.

Nach einer Unternehmensvorstellung besuchten die Schülerinnen und Schüler Workshops zu den neuen Softwareentwicklungsmethoden Scrum und Design Thinking. Anhand eines gestellten Beispiels, in dem es um die Entwicklung eines Dönerautomaten ging, konnten die Teilnehmer selbst die Methodik für die Softwareentwicklung erarbeiten. Für den Auszubildenden Marvin Gewiss (Nolte) war „der Tag bei Mittwald eine sehr sinnvolle Ergänzung zum normalen Schultag.“
Nachmittags stand noch eine Führung durch das Rechenzentrum und ein Workshop zum Thema IT-Sicherheit auf dem Programm. Stefan Braunisch, Auszubildender bei ABB, hat „das erste Mal ein Rechenzentrum von innen gesehen.“ Er fand es wirklich erstaunlich, wie viel Wert Mittwald auf die Sicherheit der Kundendaten legt.“

Nicht nur die angehenden Fachinformatiker, sondern auch die Lehrkräfte profitierten von dem Besuch bei Mittwald. Dirk Kämper resümiert: „Ein perfekter Tag: von Azubis für Azubis organisiert, super Input, sehr gute Referenten, ein engagiertes Unternehmen, hoher Nutzen für die Azubis der teilnehmenden Klasse. Auch ich habe etwas dazu lernen können und einige Anregungen für unseren Unterricht bekommen.“

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Bestenehrung der WAGO-Stiftung

Am 15. November wurden die 33 besten Auszubildenden des Kreises Minden-Lübbecke von der WAGO-Stiftung ausgezeichnet, die ihre Abschlussprüfungen mit sehr guten Leistungen bestanden haben. Die drei besten Auszubildenden aus elf Berufen erhielten neben einer Urkunde und einer Rose eine Prämie von 1000,00 € (1. Platz), 750,00 € (2. Platz) oder 500,00 € (3. Platz). Die Feierstunde fand in den neuen Räumen der Firma WAGO-Kontakttechnik GmbH & Co. KG in Minden statt. In der Festrede wurde die Leistungsbereitschaft junger Menschen auf ihrem Weg in die berufliche Zukunft herausgestellt. Gleichzeitig will die WAGO-Stiftung mit dieser Ehrungsveranstaltung zukünftige Auszubildende in der Region anspornen und ihnen zeigen, dass sich gute Leistungen in jedem Lebensabschnitt lohnen.

Auf dem Foto sind die Preisträger vom Berufskolleg Lübbecke abgebildet:

(v. l.) Pascal Hirnschal, (Kolbus, Industriemechaniker), Janick Strangalies, Jonas Lehde (beide Kolbus, Zerspanungsmechaniker), Simon Dick (Harting, Werkzeugmechaniker), Benedikt Schwarz (Harting, Maschinen- und Anlagenführer) und Svenja Wischmeier (Harting, Industriekauffrau), Brigitte Brune und Rolf Nentwich (beide Berufskolleg Lübbecke)

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