Zusatzqualifikation Handelsassistent/-in zbb im Bildungsgang Einzelhandel

Zusatzqualifikation Handelsassistentin/ Handelsassistent zbb am Berufskolleg Lübbecke im Bildungsgang Einzelhandel


Mit Beginn des Schuljahres bietet das Berufskolleg Lübbecke die Zusatzqualifikation Handelsassistentin/Handelsassistent zbb an. Diese ermöglicht den Auszubildenden im Einzelhandel parallel zur ihrer Ausbildung bereits eine Weiter- und Aufstiegsfortbildung zu absolvieren und auf diese Weise ihre beruflichen Chancen entscheidend zu verbessern.
Den Ausbildungsbetrieben verhilft die Zusatzqualifikation kompetentes Personal bereits in der Ausbildung zu erkennen und durch einen in der Branche bekannten und anerkannten Abschluss zu fördern.
Mit dem zweiten Ausbildungsjahr beginnt die Zusatzqualifikation zum Handelsassistenten. Alle Auszubildenden in der Unterstufe haben die Chance, sich für diese Zusatzqualifikation zu bewerben. Über die Zulassung entscheiden der Ausbildungsbetrieb und die Schule auf der Grundlage der bisher erbrachten Leistungen. Durch die freiwillige Belegung der zusätzlichen Fächer Handelsmarketing, Informations- und Warenwirtschaft, Personalwesen und Arbeitsrecht werden die Auszubildenden qualifiziert, gleich nach der Berufsabschlussprüfung die Handelsassistentenprüfung zbb abzulegen.
Das Berufskolleg Lübbecke kommt mit diesem Zusatzangebot dem Wunsch sowohl der Schüler als auch der Ausbildungsbetriebe nach Differenzierungsangeboten im Einzelhandel gerne nach.

Die zbb (Zentralstelle für Berufsbildung im Einzelhandel e.V.) ist das Berufsbildungsorgan des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels. Diese zertifiziert seit vielen Jahren die Zusatzqualifikationen Handelsassistent/-in zbb. Der Abschluss hat im Handel einen großen Bekanntheitsgrad und findet breite Anerkennung.

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Viele Wege führen zum Abitur

Infoveranstaltung zur gymnasialen Oberstufe am Berufskolleg Lübbecke


Das Berufskolleg Lübbecke lädt alle interessierten Schülerinnen und Schüler der 9. bzw. 10. Klassen mit der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe sowie deren Eltern zu einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, den 27.10.2016, um 18:30 Uhr in das Forum G109 ein. Die Lehrkräfte des Berufskollegs informieren über das Wirtschaftsgymnasium und das Berufliche Gymnasium für Gesundheit und Soziales im Schwerpunkt Pädagogik.

An diesem Abend werden detaillierte Informationen zu den Anforderungen, Aufnahme- bzw. Abschlussbedingungen und besonderen Profilen der gymnasialen Oberstufen gegeben. Das Wirtschaftsgymnasium und das Berufliche Gymnasium für Gesundheit und Soziales sind eine sinnvolle Alternative für Schülerinnen und Schüler, die fundierte Kenntnisse in diesen Bereichen erwerben möchten, um später ein Studium oder eine Berufsausbildung in der jeweiligen Fachrichtung zu absolvieren. Beide Bildungsgänge enden mit der vollen Allgemeinen Hochschulreife (Abitur). Im Beruflichen Gymnasium für Gesundheit und Soziales besteht sogar die Möglichkeit, begleitend den Berufsabschluss Erzieher/-in zu erlangen.

Eine Anmeldung ist zum Schuljahr 2017/18 wieder möglich. Wir freuen uns auf viele zukünftige Schülerinnen und Schüler!

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1452 neue Schülerinnen und Schüler am Berufskolleg Lübbecke

Das Berufskolleg Lübbecke erfreut sich guter Anmeldezahlen: Die Schulleitung begrüßte 1452 neue Schülerinnen und Schüler, die nun einen der zahlreichen Bildungsgänge im Voll- bzw. Teilzeitbereich besuchen.

Große Nachfrage besteht vor allem nach der kaufmännischen Ausbildung, wobei insbesondere der IT-Bereich stetig wächst. Außerdem besuchen immer mehr Schülerinnen und Schüler das Berufliche Gymnasium. Vor allem die Fachrichtung Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Pädagogik erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Dieses Jahr legte der erste Jahrgang das Abitur in diesem Bereich ab. Besonders erfreulich ist es, dass sich fast alle Abiturientinnen und Abiturienten dazu entschlossen haben, nach den Prüfungen noch das Anerkennungsjahr zu absolvieren und damit die Ausbildung zum/r Staatlich anerkannten Erzieher/-in abzuschließen.

Neben den traditionellen Bildungsgängen gibt es am Berufskolleg Lübbecke erstmals eine Klasse, in der Flüchtlinge nicht nur Deutsch lernen, sondern auch zum Hauptschulabschluss geführt werden, um möglichst schnell einen Anschluss z. B. über eine Berufsausbildung finden zu können.

Die neuen Schülerinnen und Schüler treffen am Berufskolleg Lübbecke auf eine sehr gute Ausstattung der Klassenräume und auf engagiertes Lehrpersonal. Insbesondere für die Fächer Wirtschaftswissenschaften, Informatik und Englisch wurden neue Kolleginnen und Kollegen eingestellt.

Alle Lehrkräfte und Mitarbeiter freuen sich nun auf die pädagogische Arbeit mit den neuen Schülerinnen und Schülern.

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Berufskolleg Lübbecke ist "Gesunde Schule"

Wie viele Schulen im Mühlenkreis immer mehr Wert auf gesunde Ernährung und Bewegung legen, konnte man am 18. Mai im Kreishaus in Minden sehen. An diesem Tag fand hier eine Festveranstaltung mit dem Landrat Dr. Ralf Niermann statt. 26 weiterführende Schulen wurden für unterschiedlichste Projekte mit dem Schwerpunkt Schule und Gesundheit ausgezeichnet.

Das Berufskolleg Lübbecke gehörte auch zu den nominierten Schulen. Mit verschiedenen Aktionen und Unterrichtseinheiten wurde das oben genannte Thema mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet. Unterschiedliche Klassen des hauswirtschaftlichen Bereiches des Berufskollegs stellen beispielsweise an bestimmten Tagen in der von Schülern betriebenen EssBar gesunde Snacks her und verkaufen diese Produkte sehr erfolgreich.

Die Klasse HW 16 (Auszubildende des 3. Ausbildungsjahres im Ausbildungsberuf HauswirtschafterIn) führte das Projekt „Gesundes Frühstück“ in Kooperation mit der „Grundschule im Kleinen Feld“ durch (Neue Westfälische berichtete). Die zukünftigen Hauswirtschafter/innen erwiesen sich hierbei als kompetente Multiplikatoren dieses Themas.

Zwei der Auszubildenden (Sophie Dropp, Helena Stüker) durften gemeinsam mit den initiierenden Fachlehrerinnen (Frau Hüffmeier/Frau Rohlfing) die Auszeichnung stellvertretend entgegennehmen.

 

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Interview mit unserem Gast Victor Toche

 

„Deutschland ist spitze!“

Victor Toche, Deutschlehrer und Dezernent im Ministerium Bafoussam in der Region West-Kamerun, war für zwei Wochen zu Gast im Kreis Minden-Lübbecke, um Einsicht in das duale Ausbildungssystem zu gewinnen und Perspektiven für die Entwicklung der Partnerschaft zwischen dem Berufskolleg Lübbecke und dem Gymnasium in Fondjomekwet zu entwickeln. Dabei hospitierte er in verschiedenen Schulformen des Berufskollegs und besuchte zusammen mit Gastgeberin Marianne Gniffke (Fondjomekwet e. V.) heimische Industrie- und Handwerksbetriebe.

Herr Toche, Sie stammen aus Kamerun. Stellen Sie doch bitte Ihr Land kurz vor.

Kamerun liegt in Zentralafrika am Atlantik und wird von Präsident Paul Biya von der Hauptstadt Yaoundé aus regiert. Die Amtssprachen sind Französisch und Englisch, es werden aber zusätzlich über 200 afrikanische Sprachen von etwa genauso vielen Volksstämmen gesprochen. Die Bevölkerung lebt überwiegend von der Landwirtschaft und der Lebensstandard der ca. 23 Millionen Einwohner ist im Vergleich zu Deutschland sehr gering.

Was hat Sie bei Ihren Besuchen in den Betrieben und in den verschiedenen Schulformen des Berufskollegs besonders beeindruckt?

Deutschland ist spitze! Kreativität wird schon in der Schule sehr gefördert. In allen Bereichen stellt man sich immer wieder die Frage, was man noch verbessern kann. Die Ausstattung der Klassenräume mit Beamer, Laptop und Dokumentenkamera ist beeindruckend. Während die Overheadprojektoren in Deutschland schon veraltet sind, werden sie in Kamerun als modernes Lernmaterial betrachtet. Auch die Vielfalt der Bildungsgänge ist bemerkenswert. So wird beispielsweise in Kamerun nicht zwischen einem Tischler oder einem Zimmerer unterschieden, sondern es ist ein und derselbe Beruf.

Frau Gniffke, Sie haben den Verein Fondjomekwet e.V. gegründet, um die medizinische Versorgung der Menschen in der gleichnamigen Großgemeinde sicherzustellen und den Jugendlichen eine Perspektive durch Arbeit und Ausbildung zu bieten. Unter welchen Bedingungen gehen die Schülerinnen und Schüler in Kamerun zur Schule?

Die Schulen in Kamerun sind sehr schlecht ausgestattet. Es gibt keine sanitären Anlagen, die Türen fallen aus den Angeln oder sind gar nicht vorhanden. Die Dächer sind undicht, die Bänke in einem katastrophalen Zustand und die Kreide hält nicht auf der Tafel. In den Städten Kameruns kann es vorkommen, dass bis zu 150 Schülerinnen und Schüler in einem Raum von ca. 81m2 unterrichtet werden. Dazu kommt der Lehrermangel. Lehrer erhalten in den ersten zwei bis drei Jahren kein Gehalt, danach sind es dann umgerechnet ca. 400 Euro, die sie monatlich verdienen. Außerdem sind nur ca. 30% der Fläche Kameruns mit Elektrizität ausgestattet. Besonders im Hinterland gibt es Schwierigkeiten mit der Elektrizität, aber auch mit der Trinkwasserversorgung, der Infrastruktur und dem Gesundheitsdienst. Bei Stromausfall kommt das öffentliche Leben, beispielsweise in Krankenhäusern und Schulen, zum Erliegen.

Herr Toche, wie hoch ist der Stellenwert der Bildung in Kamerun?

Obwohl es keine Schulpflicht gibt, hat Bildung einen hohen Stellenwert in Kamerun, denn fast alle Kinder gehen in der Regel mit sechs Jahren zur Grundschule. Manche Schülerinnen und Schüler gehen auch erst mit sieben oder acht Jahren zur Schule. Dabei sind sie oft eine Stunde zu Fuß unterwegs, da es in den Dörfern keine Autos gibt. Wenn sich keine Schule in der Nähe befindet, dann schicken die Eltern ihre Kinder sogar zu Verwandten oder guten Freunden, die näher an einer Schule wohnen. Die Kinder kehren dann nur in den Ferien nach Hause zurück. Wohlhabendere Eltern mieten ein Zimmer für ihre Kinder in der Stadt, in der sich eine Schule befindet. Gelernt wird abends, sofern elektrisches Licht vorhanden ist oder im Schein der Petroleumlampe.

Welche Bildungswege können denn die Schülerinnen und Schüler nach der Grundschule einschlagen?

Nach der Grundschule muss man eine Aufnahmeprüfung für die Sekundarstufe ablegen und sich entweder für den allgemeinbildenden oder den technischen Zweig entscheiden. Nach sieben Jahren legt man dann das Abitur ab. An den technischen Schulen werden die Schülerinnen und Schüler sowohl theoretisch als auch praktisch in einer Werkstatt durch die Lehrkräfte ausgebildet. Wer nach dem Abschluss der Sekundarstufe nicht zur Universität gehen möchte, der sucht sich dann selbst eine Arbeit in einem Betrieb oder macht sich selbstständig, wenn die finanziellen Mittel dazu vorhanden sind. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Kamerun kein duales Ausbildungssystem.

Könnte man auch in Kamerun das duale System einführen?

Selbstverständlich! Mit allem, was ich am Berufskolleg Lübbecke und in den Betrieben erlebt habe, bin ich davon überzeugt, dass das duale System genau das ist, was wir in Kamerun zum wirtschaftlichen Aufschwung benötigen. Dazu brauchen wir die Zustimmung des Ministeriums, aber auch Betriebe, die mitmachen.

Welche Betriebe gibt es denn dort?

Es gibt nicht so viele Unternehmen wie in Deutschland, doch Kamerun verfügt über Betriebe in den Bereichen Industrie, Landwirtschaft, Bergbau, Straßenbau und Forstnutzung, aber auch kleine Handwerksbetriebe.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft Kameruns?

Dass auch bei uns ein duales System im Schulsystem etabliert wird, sodass sich Kamerun schnellstmöglich durch Bildung weiterentwickeln kann. Ein ehemaliger Botschafter Deutschlands erklärte 2008 bei einem Treffen der Deutschinspektoren in Yaoundé, dass der einzige Rohstoff Deutschlands die Bildung sei, weil das Land keine Bodenschätze hat. Diese Aussage finde ich besonders bedeutungsvoll. In Bezug auf die ausgezeichneten Beziehungen zwischen Kamerun und Deutschland bin ich überzeugt, die Deutschen unterstützen uns wie immer in diese Richtung.

Ich danke Ihnen für das Interview!

Ich darf mich bei Ihnen auch bedanken, mir die Gelegenheit gegeben zu haben, meine Erfahrungen im Rahmen dieses Besuchs auszudrücken. Ich danke sehr herzlich Frau Marianne Gniffke, ohne deren Verein Fondjomekwet e. V. ich nicht die Gelegenheit gehabt hätte, das Berufskolleg Lübbecke kennenzulernen. Ich spreche auch Schulleiter Herrn Stefan Becker nochmals meinen besten Dank für die entstandene Partnerschaft zwischen dem Berufskolleg Lübbecke und dem Gymnasium in Fondjomekwet aus. Möge sie lange währen und den Jugendlichen von Fondjomekwet eine Perspektive bieten.

Kontakt zum Verein Fondjomekwet e. V.:

Marianne Gniffke

Schierholt 1

D-32339 Espelkamp

Email: Marianne.Gniffke@gmx.net

www.fondjomekwet.de

 

 

 

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