MIM - Mensch ist Mensch

Erarbeitung eines Crossover- Gesamtkunstwerks von jugendlichen/jungen Erwachsenen mit und ohne Fluchterfahrung.

Espelkamp hat eine Tradition als Flüchtlingsstadt, sie wurde nach dem Krieg für Vertriebene aus dem Osten gebaut. Aus dieser Geschichte heraus hatten bereits 2014 48,3% der Einwohner einen Migrationshintergrund, hauptsächlich aus Russland und der Türkei. Heute finden Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak in Espelkamp eine Zuflucht. Die nächstgelegenen Großstädte liegen ca. 40 km, die Kreisstadt Minden ca. 20 km entfernt. Diese ländliche Lage erschwert insbesondere Kindern und jungen Erwachsenen einen Zugang zu Kultur. Die bereits bestehende kulturelle Vielfalt steht vor der aktuellen Flüchtlingssituation vor besonderen Herausforderungen. Alle diese Menschen sprachlich und kulturell zu integrieren, ist unser Ziel, insbesondere Angebote wie Musik, Tanz und Film können dabei helfen. Genau hier unterstützt das geplante Projekt „MiM – Mensch ist Mensch“ jugendliche und heranwachsende Flüchtlinge und leistet einen grundlegenden Beitrag zur erfolgreichen Integration in Espelkamp.

In Kooperation mit dem Berufskolleg Lübbecke, dem Künstlerverbund der Rapschool NRW und der Birger Forell Sekundarschule Espelkamp wird ein Netzwerk geschlossen, um dieses nachhaltige Projekt gemeinsam mit insbesondere geflüchteten Schülern zu gestalten. Die Initiatoren wollen folgendes umsetzen: Gemeinsame Workshops in den Bereichen Musik (Rap, Hip-Hop, Pop etc.), Tanz (Street Dance/ Modern Dance) und Film. Alle Projektinhalte werden zu einem Crossover-Gesamtkunstwerk zusammengeführt. Kenntnisse der deutschen Jugendlichen und die kulturellen Einflüsse der jugendlichen Flüchtlinge fließen ein und ergänzen sich zu etwas Neuem. Es werden gemeinsame Songs, vornehmlich in deutsch, aber auch in den jeweiligen Landessprachen, geschrieben, arrangiert und zu einer gemeinsamen CD produziert. Es wird mindestens ein Musikvideo und ein projektbegleitender Film gedreht und produziert. Ein Tanz wird gemeinsam entwickelt und zu einer gemeinsamen Choreographie (auch zur neu entstandenen Musik) entwickelt. Es werden persönliche Ausdruckmöglichkeiten gefunden, die die vorhandenen Gemeinsamkeiten – kulturell wie menschlich – nutzen, um eine Gemeinschaft zu formen. „MiM-Mensch ist Mensch“.

Die Ergebnisse werden in einer Projektpräsentation als Gesamtkunstwerk der Öffentlichkeit präsentiert.

Drucken