Forschung digital - Das Haus der kleinen Forscher zu Besuch im Berufskolleg Lübbecke

Gibt es eckige Seifenblasen? Wie kann man mit Münzen, Backpapier, Plastiktüten und Büroklammern mit Wasser forschen? Und was macht überhaupt das Haus der kleinen Forscher?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich Schüler*innen des Berufskollegs Lübbecke in einem gemeinsam vom Bildungsbüro des Kreises Minden-Lübbecke und dem Netzwerk „Haus der kleinen Forscher Minden-Lübbecke“ organisierten Online-Workshop. „Da wir beim Haus der kleinen Forscher die MINT-Themen vertreten und damit natürlich auch Informatik, hat es sich in Zeiten von Corona angeboten, ein Online-Format auszuprobieren. Bei der Durchführung waren uns aber die praktischen Forschereinheiten für die Schüler*innen sehr wichtig.“, betonte Jutta Schwachulla, erfahrene Trainerin des Hauses. Und so starteten am 2.3.2021 die Schüler*innen der Fachoberschule Gesundheit und Soziales und ihre Lehrerin Frau Dr. Anke Meyer vor ihren heimischen PCs in die Forscherrunden. Die technische Umsetzung erfolgte dabei durch das Bildungsbüro des Kreises Minden-Lübbecke. Karin Detert, pädagogische Mitarbeiterin im Bildungsbüro und u.a. zuständig für MINT-Förderung beeindruckte, wie selbstverständlich und technisch versiert die Schüler*innen inzwischen mit den digitalen Tools umgehen. „Selbst als die Verbindung zwischendurch für Probleme sorgte, blieben alle bis zum Ende dabei und die Kameras an.“

Als Forschermaterial hatten die Schüler*innen Dinge aus dem eigenen Haushalt gesammelt sowie ein liebevoll gepacktes Päckchen mit weiterem Material per Post direkt nach Hause geschickt bekommen. Über dies freuten sich die Schüler*innen, die seit Wochen abgeschottet zu Hause lernen, besonders. In drei Forscherrunden wurde dann das Element Wasser erforscht und unterschiedliche Herangehensweisen, wie man mit Kindern forschen kann, vorgestellt und besprochen. Das in das Fach Erziehungswissenschaften eingebettete Projekt ermöglichte es so den Schüler*innen, selbst diesen Prozess des Entdeckens und Forschens zu durchlaufen. Angeleitet durch Frau Schwachulla konnten sie so ihr Handeln anschließend für die eigene Arbeit mit Kindern reflektieren und den pädagogischen Ansatz des Hauses der kleinen Forscher kennenlernen. Dieser beruht auf der Ko-Konstruktion, was bedeutet, dass Kinder und ihre Bezugspersonen Lernprozesse gemeinsam gestalten und die Jungen und Mädchen als kompetente, aktiv lernende, neugierige und weltoffene Individuen in der pädagogischen Arbeit ernst genommen werden.

„Für uns als Fachoberschule war es in Zeiten des Lockdowns besonders schön, den Schüler*innen zu Hause durch die Kooperation mit dem Haus der kleinen Forscher eine Abwechslung im Distanzunterricht zu ermöglichen und ihnen die Arbeitsweise eines außerschulischen Partners zu vermitteln. Da viele Schülerinnen und Schüler den praktischen Teil der Ausbildung in einer Kindertageseinrichtung absolvieren, können sie zahlreiche Aspekte dieses Projekttages gut in ihre Tätigkeit übernehmen.“, freute sich Frau Kuschinski, Bereichsleiterin am Berufskolleg Lübbecke. Wie begeistert die Schüler*innen waren, zeigte sich auch eine Woche später. Als Fachleiterin für Sozialpädagogik hatte sie Lehramtsstudierende zu Besuch in die Klasse eingeladen. Diesen erzählten die Schüler*innen begeistert von dem Projekt. „Für die Schüler*innen war es ein großer Gewinn ein interessantes Konzept für die Arbeit mit Kindern nicht nur kennenzulernen, sondern auch zu erleben. Dabei war zu erkennen, dass sie sich viel gemerkt und viel verstanden hatten.“, betonte Dr. Anke Meyer.

Das Haus der kleinen Forscher ist eine bundesweite Initiative, die sich für frühe naturwissenschaftliche Bildung von Kindern im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik engagiert. Sie unterstützt pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei, gemeinsam mit den Kindern die Welt und die Phänomene des Alltags zu entdecken und zu erforschen. Kitas, Horte und Grundschulen können „Häuser der kleinen Forscher“ werden und der Begegnung mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik einen festen Platz im Alltag der Kinder geben.

Quelle Fotos: Kreis Minden-Lübbecke

Kleine Forscher 4

Wichtiger Baustein des digitalen Lehrens

Kollegium des Berufskollegs Lübbecke vollständig mit neuen Notebooks ausgestattet.

144 Lehrkräfte mit erfreuten Gesichtern sowie eine sehr zufriedene Schulleitung konnten nun ihre neuen Dienstgeräte entgegennehmen. „Die Ausgabe der Leihgeräte für unsere Lehrerinnen und Lehrer ist ein weiterer wichtiger Baustein im Rahmen des digitalen Lehrens und Lernens an unserer Schule“, so Steffen Walter, stellvertretender Schulleiter und zuständig für dieses Projekt. Die Anschaffung möglich gemacht hat der DigitalPakt Schule. Mit diesem Förderprogramm unterstützt der Bund die Länder und Gemeinden bei Investitionen in die digitale Bildungsinfrastruktur. Die Beschaffung der Terra-Mobile-Notebooks sowie die Bestückung mit der notwenigen Software lief über das EDV-Team des Schulamtes des Kreises Minden-Lübbecke.

Nach einer kurzen Einweisung probierten die Lehrerinnen und Lehrer die Geräte umgehend aus. David Brinkmann zeigte sich begeistert: „Auf dem neuen Notebook kann ich nun alle Dokumente und Dateien zentral abspeichern. Das hilft mir dabei, den Überblick über meine Arbeit zu behalten und somit auch meinen Unterricht effektiver zu planen und durchzuführen. Die technische Ausstattung bringt alles mit, was man für die Umsetzung eines guten digitalen Unterrichts benötigt.“

Seine Kollegin Kathrin Kappelmayer ergänzte: „Mit dem Notebook kann ich im Distanzlernen den Kontakt zu meinen Schülerinnen und Schülern aufrechterhalten und in der Schule das digitale Klassenbuch führen, das ist wirklich praktisch.“

Im nächsten Schritt werden weitere 450 Notebooks an Schülerinnen und Schüler ausgegeben, die zu Hause auf kein geeignetes mobiles Endgerät zugreifen können. Damit wird die Chancengleichheit, gerade auch für das Distanzlernen in Pandemiezeiten, wesentlich verbessert. „Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Schülerinnen und Schülern ein modernes technisches Endgerät zur Verfügung stellen können, mit dem das Lernen zu Hause eine neue Qualität erfährt“, zeigt sich Schulleiter Stefan Becker begeistert von diesem positiven Ausblick.

Die Broker der Zukunft kommen vom BKLK

Vier Teams unserer Schule haben beim Planspiel Börse der Sparkassen-Finanzgruppe sehr erfolgreich teilgenommen. Bei diesem onlinebasierten Lernspiel geht es darum, ein Depot mit virtuellem Kapital durch ertragreiche Einkäufe und Verkäufe von Wertpapieren zu steigern. In der Depotgesamtwertung im Geschäftsgebiet der Sparkasse Minden-Lübbecke erzielte das Team "Give us your money110" (Mohammed und Lena aus der HH21A) einen sensationellen 1 Platz, auf Verbandsebene des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe einen tollen 7.Platz. Die beiden Teammitglieder dürfen sich über ein Preisgeld von 600,00 € freuen. Eine sogar noch etwas höhere Belohnung für das geleistete Engagement konnten Oliver und Marvin aus der ITFS23A (Team Frieheck) für ihre hervorragenden Plätze (1. Platz regionales Geschäftsgebiet und 6.Platz Verbandsebene) in der Nachhaltigkeitswertung entgegennehmen. Mit Michelle und Ines aus der HH21A sowie mit Bero, Justin, Maurice und Daniela aus der ITFA23 waren zwei weitere Teams äußerst erfolgreich bei der Depotsteigerung. Auch sie wurden bei der online durchgeführten Preisverleihung mit Geldpreisen bedacht.

Wir gratulieren zu der erfolgreichen Teilnahme an diesem Planspiel und vielleicht seid ihr beim kommenden Durchgang auch dabei. Infos dazu gibt es bei Herrn Wiese.

Fachoberschule Informatik erfolgreich gestartet!

Das Berufskolleg Lübbecke konnte trotz der schwierigen Umstände, die durch die Corona-Pandemie verursacht worden sind, mit 26 Schüler*innen erfolgreich in den neuen Bildungsgang starten. Anmeldungen für das nächste Schuljahr sind noch möglich.

Als eines von insgesamt zehn Berufskollegs in Nordrhein-Westfalen ist das Berufskolleg Lübbecke in diesem Schuljahr mit 26 Schüler*innen in die neue Fachoberschule Informatik – einem zweijährigen Bildungsgang, der zur Fachhochschulreife (FHR) führt – gestartet. In der Klasse 11 absolvieren die Schüler*innen an drei Wochentagen ein einjähriges Praktikum im Bereich Informatik in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb. An zwei weiteren Tagen erfolgt der fachtheoretische Unterricht in der Fachoberschule am Berufskolleg Lübbecke. Neben den Profilfächern, wie zum Beispiel Softwareentwicklung, Datenbanken und Netzwerke, werden die Schüler*innen auch in Wirtschaftslehre, Englisch, Deutsch/Kommunikation, Religion, Sport und Politik/Gesellschaftslehre unterrichtet. „Die in der Schule behandelten Inhalte sind sehr hilfreich für die Praxis“, so Benjamin Schwab, Schüler der Fachoberschule Informatik. Celine Nehls, ebenfalls Schülerin der Fachoberschule Informatik fügt hinzu, dass „die Lehrer*innen bei Problemen und Schwierigkeiten unterstützen und ihre Hilfe anbieten.“ Außerdem lobt sie die gute technische Ausstattung des Berufskollegs Lübbecke. Angesprochen auf das Praktikum sind sich beide einig: „Das Praktikum macht Spaß, weil man einen Einblick in reale Projekte bekommt und auch schon eigenverantwortlich arbeiten darf.“

Die Klasse 11 ermöglicht den Schüler*innen sowohl projektorientiertes Lernen in der Schule als auch fachpraktische Tätigkeit im Unternehmen, so dass sich möglicherweise bereits nach der Klasse 11 ein Ausbildungsverhältnis in einem IT-Beruf ergibt. Mit der Versetzung in die Klasse 12 besteht im zweiten Lernjahr die Möglichkeit, die Fachhochschulreife (FHR) zu erlangen. Der Unterricht erstreckt sich dann allerdings über alle fünf Wochentage.

Wer Interesse hat, ab dem kommenden Schuljahr die Fachoberschule Informatik am Berufskolleg Lübbecke zu besuchen, kann sich noch anmelden. Für den Besuch dieses Bildungsgangs ist der Nachweis der Fachoberschulreife (FOR) und eines einjährigen Praktikumsplatzes erforderlich. Weitere Informationen zur Fachoberschule Informatik sowie eine Liste mit Betrieben, die möglicherweise Praktikumsplätze anbieten, sind auf der Homepage des Berufskollegs Lübbecke unter www.bk-lk.de zu finden.

Wirtschaftsgymnasium und Höhere Handelsschule am Berufskolleg Lübbecke

Türöffner für die Welt der Wirtschaft

Du beendest im Sommer die 10. Klasse mit der Fachoberschulreife, interessierst dich für wirtschaftliche Zusammenhänge und möchtest die Allgemeine Hochschulreife erwerben? Dann besuche das Wirtschaftsgymnasium am Berufskolleg Lübbecke! Lena und Moritz, zwei angehende Abiturienten, stellen diese Schulform in unserem Interview vor.

Lena und Moritz, ihr habt euch dazu entschieden, nach der 10. Klasse das Wirtschaftsgymnasium zu besuchen. Was ist denn eigentlich ein Wirtschaftsgymnasium?

Lena: Das Wirtschaftsgymnasium am Berufskolleg Lübbecke bietet dir nach drei Schuljahren die Möglichkeit, die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) sowie berufliche Kenntnisse in den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung zu erlangen. Mit der Allgemeinen Hochschulreife erwirbst du - genau wie an einem anderen allgemeinbildenden Gymnasium - die Berechtigung, an allen Universitäten und Fachhochschulen alle Fächer studieren zu können. Das Tolle ist, dass du zusätzlich vertiefte erste Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge erhältst, was an einem allgemeinbildenden Gymnasium nicht gegeben ist. Das Wirtschaftsgymnasium vermittelt dir neben einer normalen Schulbildung außerdem ein qualifiziertes kaufmännisches Fachwissen und verbessert deine Chancen auf dem Ausbildungsmarkt oder für den Einstieg in ein Studium, was vor allem für eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich oder für die Aufnahme eines Studiums wichtig ist. Es erleichtert dir den Einstieg ins Studium oder ins Berufsleben und den Unterricht in der Berufsschule!

Wer wird am Wirtschaftsgymnasium aufgenommen?

Lena: Jeder, der die Fachoberschulreife und die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe besitzt bzw. am Gymnasium oder an einer Gesamtschule die Versetzung in die Einführungsphase erlangt hat, wird am Berufskolleg Lübbecke in das Wirtschaftsgymnasium aufgenommen.

Welche Fächer werden im Wirtschaftsgymnasium angeboten?

Lena: Auf dem Wirtschaftsgymnasium unterscheidet man zwischen drei Bereichen: Dem berufsbezogenen Lernbereich, dem berufsübergreifenden Lernbereich und dem Differenzierungsbereich. Zum berufsbezogenen Bereich gehören Fächer wie Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen und Controlling, Volkswirtschaftslehre, Mathematik, Englisch, Französisch oder Spanisch, Wirtschaftsinformatik und Physik oder Biologie. Der berufsübergreifende Lernbereich beinhaltet Fächer wie Deutsch, Religionslehre, Sport und Gesellschaftslehre mit Geschichte. Im Differenzierungsbereich kann man zwischen den Kursen Anwendung digitaler Medien und Business Englisch auswählen. In beiden Kursen hast du die Möglichkeit, anerkannte Zertifikate zu erwerben.

Ab dem Schuljahr 2021/22 wird im Rahmen des Kurses Business Englisch die Vorbereitung auf das Zertifikat „Cambridge Business English“ angeboten, das weltweit anerkannt ist. Im Rahmen des Kurses Anwendung digitaler Medien besteht die Möglichkeit, ein SAP-Zertifikat zu erwerben.

Welche Leistungskurse kann man im Wirtschaftsgymnasium belegen?

Lena: Ab der Jahrgangsstufe 12 ist neben dem Leistungskurs Betriebswirtschaftslehre wahlweise ein Leistungskurs Englisch oder Mathematik oder Deutsch vorgeschrieben. Das 3. Abiturfach (je nach Wahl des Leistungskurses) und das 4. Abiturfach (Auswahl aus allen nicht gewählten Fächern außer Sport) wird zu Beginn der Jahrgangsstufe 13 festgelegt.

Welche Fähigkeiten und Interessen sollte man mitbringen, wenn man das Wirtschaftsgymnasium besuchen möchte?

Moritz: Wer das Wirtschaftsgymnasium besuchen möchte, sollte ein wirtschaftliches Interesse mitbringen, somit fällt einem der Unterricht deutlich leichter und ist auch interessanter.

Lena: Wenn du dich für das Wirtschaftsgymnasium entscheidest, sollten dich vor allem wirtschaftliche Zusammenhänge und kaufmännische Fragestellungen interessieren. Vorwissen in diesen Bereichen benötigst du allerdings nicht, da dir diese Themen von Grund auf vermittelt werden.

Wie wird digitales Lernen im Wirtschaftsgymnasium umgesetzt?

Moritz: Digitales Lernen wurde im Wirtschaftsgymnasium immer weiter ausgebaut. So haben wir in jedem Klassenraum ein Smartboard, Beamer und PC. Zusätzlich bekam jeder Schüler ein eigenes Microsoft-Konto von der Schule gestellt. Bereits vor der Corona-Pandemie haben wir im Unterricht teilweise digital gearbeitet.

Lena: Trotz der Corona-Pandemie können am Wirtschaftsgymnasium durch das digitale Lernen alle Inhalte durchgenommen werden. Da alle Schüler einen kostenlosen Microsoft365-Zugang erhalten, konnte während des Distanzunterrichts damit sehr gut gearbeitet werden. Mit dem Online-Dienst von Microsoft stehen Anwendungen wie z. B. Word, Excel und Outlook und Clouddienste wie OneDrive, OneNote und Teams zur Verfügung. Wir am Berufskolleg Lübbecke haben also die Möglichkeit, von zuhause aus und von fast jedem beliebigen Endgerät diese Anwendungen zu nutzen. Darüber hinaus wurden während des Distanzunterrichts regelmäßig Video-Konferenzen gehalten, sodass ein direkter Austausch mit den Lehrern immer möglich war. Zugute kommt der Schule außerdem in der jetzigen Situation, dass digitale Lernen schon seit längerer Zeit großgeschrieben wird und dass in den letzten Jahren gezielt in die IT-Infrastruktur investiert wurde.

Im Wirtschaftsgymnasium werden ausschließlich digitale Klassen gebildet, was bedeutet, dass die Schüler ihren eigenen Laptop mit zur Schule bringen und in nahezu allen Unterrichtsfächern digital arbeiten.

Inwiefern wird man im Wirtschaftsgymnasium auf die Studien- und Berufswahl vorbereitet?

Moritz: Im Wirtschaftsgymnasium werden Schüler vielseitig auf die Studien- und Berufswahl vorbereitet. Es gibt die Möglichkeit, sich von der Arbeitsagentur über Ausbildungsberufe sowie über die Studienwahl beraten zu lassen. Des Weiteren gibt es ein Bewerbungstraining. In diesem lernten wir, was in eine Bewerbung kommt und wie diese aussehen sollte. Im zweiten Schritt wird eine Art „Assessment Center“ simuliert. Zudem finden weitere Maßnahmen in der 12. Klasse statt, die der Berufsfindung dienen. Außerdem bietet das Wirtschaftsgymnasium in Zusammenarbeit mit der Sparkasse und anderen gymnasialen Oberstufen ein Praktikum bei der Sparkasse Minden-Lübbecke an.

Warum habt ihr euch für den Besuch des Wirtschaftsgymnasiums entschieden?

Moritz: Ich habe mich für eine schulische Laufbahn im Wirtschaftsgymnasium entschieden, da ich schon immer ein besonderes Interesse an wirtschaftlichen Themen hatte. Es war für mich die Möglichkeit, erste Einblicke in wirtschaftliche Berufsbildung zu erlangen. Am Ende habe ich mich durch die entsprechende Auswahl der Fächer und ein Praktikum bei der Sparkasse für eine Ausbildung als Bankkaufmann entschieden.

Lena: Ich habe mich für das Wirtschaftsgymnasium entschieden, da ich eine gute Chance für einen Neustart gesucht habe (neue Fächer und eine neu gebildete Klasse). Auf dem Wirtschaftsgymnasium fangen alle gemeinsam an, d. h. es gibt keine Integration in eine bestehende Klassengemeinschaft. Außerdem findet eine Angleichung in den Fächern statt, sodass alle auf einen gemeinsamen Wissensstand gebracht werden.

Herzlichen Dank für das Interview!

Info: Zweijährige Höhere Berufsfachschule (Höhere Handelsschule)

Für diejenigen, die nach der 10. Klasse die Fachoberschulreife ohne Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe erreichen und Interesse an kaufmännischen Berufen haben, ist die Zweijährige Höhere Berufsfachschule (Höhere Handelsschule) eine sehr gute Alternative zum Wirtschaftsgymnasium. Nach zwei Jahren erreicht man hier die Fachhochschulreife. In Kombination mit einer Ausbildung oder einem Praktikum ist danach ein Studium an der Fachhochschule in der Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung möglich. Im Gegensatz zum Wirtschaftsgymnasium können die Schüler wählen, ob sie in einer digitalen Klasse unterrichtet werden möchten oder nicht. Falls sie sich für eine digitale Klasse entscheiden, bringen sie auch ihren eigenen Laptop mit zur Schule. Das Berufskolleg bietet auch in der Höheren Handelsschule Differenzierungsalternativen über die Lehrpläne hinaus an. Dazu gehört die Bearbeitung kaufmännischer Geschäftsprozesse mit der Software SAP, die in vielen Unternehmen eingesetzt wird und die Programmierung von Softwarelösungen mit der Möglichkeit, das SAP-Zertifikat zu erhalten. Außerdem können die Schüler in der Höheren Handelsschule an der Vorbereitung auf die weltweit anerkannte Zertifikatsprüfung „Cambridge English First“ teilnehmen. Unterstützende Maßnahmen zur Studien- und Berufsorientierung nehmen ebenfalls einen hohen Stellenwert ein.

Infobox: Anmeldezeitraum

Im Zeitraum vom 30.01.2021 bis zum 20.02.2021 können sich Interessierte für die Bildungsgänge am Berufskolleg Lübbecke anmelden. Auf der Homepage www.bk-lk.de stehen weiterführende Informationen zum Wirtschaftsgymnasium und zur Höheren Handelsschule. Ansprechpartnerin für eine persönliche Beratung ist Nicole Nolte, die unter der Telefonnummer 05741 3458 25 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar ist.