„Good Vibes, only!“

Kulturelle Bildung an der Fachschule für Sozialpädagogik

Kulturelle Bildung ist an der Fachschule für Sozialpädagogik schon lange ein fester Bestandteil der schulischen Ausbildung für alle angehenden Erzieherinnen und Erzieher. In Kooperation mit externen Künstlerinnen und Künstlern sowie der Birger-Forell-Sekundarschule wird jährlich eine gemeinsame Projektwoche realisiert.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die gemeinsame Projektwoche für die FSP24 in der Unterstufe nicht stattfinden. Umso größer war die Freude, dass die Studierenden in der Oberstufe noch einmal die Möglichkeit erhielten, mit der Tanzpädagogin Romy Kolb aus Wien, der Theaterpädagogin Viola Schneider vom Stadttheater Minden und dem Musikpädagogen Daniel Schneider von der Rapschool NRW intensiv und hautnah praktisch zu arbeiten! „Kulturelle Bildung selbst erleben! Das ist der Kern der Sache! Wer sich selbst künstlerisch ausprobiert, der kann seine individuellen Stärken und Fähigkeiten erkennen, aber auch Haltungen, Visionen und eine eigene Meinung entwickeln!“, so fasst Vanessa Friesen aus der FSP24 ihre Erfahrungen der Projektwoche im September 2022 zum Thema „Good Vibes, only!“ zusammen.

Was sind Fake News?

Was sind Fake News und woran kann man sie erkennen? Dies erläuterte Referent Andre Wolf von Mimikama (Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch) in einem anschaulichen Vortrag in der Stadthalle Lübbecke vor Teilnehmenden des Berufskollegs Lübbecke und zwei weiterer Schulen. Die Lernenden fanden die Veranstaltung sehr informativ und waren dankbar für die Hinweise zur Entlarvung von Fake News.

Bildunterschrift: Referent Andre Wolf im Gespräch mit den angehenden Automobilkaufleuten.

eTwinning-Qualitätssiegel für das Berufskolleg Lübbecke 

Das EU-Programm eTwinning bietet europäischen Schulen die Möglichkeit, sich über eine Plattform auszutauschen und unter anderem gemeinsam Projekte zu bearbeiten. In dem eTwinning-Projekt „eSafety goes green“ analysierten die Lernenden der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales (FOS22B) gemeinsam mit internationalen Partnerinnen und Partnern aus Polen, der Türkei, Italien und den Niederlanden einen bewussten und verantwortlichen Umgang mit ihren digitalen Endgeräten. Sie beschäftigten sich beispielsweise mit dem Umgang mit Fake News und Indizien für Greenwashing in den digitalen Medien. Gleichzeitig erörterten die Projektpartnerinnen und Projektpartner gemeinsam die Frage, inwieweit mit den Funktionen eines Smartphones nachhaltige Entwicklung gefördert werden kann.

Für dieses herausragende Projekt wurde das Berufskolleg Lübbecke nun mit dem nationalen eTwinning-Qualitätssiegel ausgezeichnet. Wir gratulieren allen Beteiligten ganz herzlich zu dieser tollen Leistung!

Im Kleinen das Große entdecken

Vernissage des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales

Wie man kleine Projekte, durchgeführt in Kindertagesstätten oder Jugendhilfeeinrichtungen, mit relevanten gesellschaftspolitischen Themen in Verbindung bringen kann, das haben die 22 angehenden Abiturientinnen und Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales nun in einer Vernissage eindrucksvoll dargestellt.

Bei seiner Begrüßung stellte Schulleiter Stefan Becker die hohe Bedeutung der Verzahnung von Theorie, die im Unterricht erworben wird, und Praxis, die in dem sechswöchigen Praktikum in den Einrichtungen umgesetzt wurde, heraus. „Es ist wichtig, dass Ihre Projekte auch bei den Kindern und Jugendlichen ankommen“, nahm er den Faden auf.

Bereichsleiterin Susanne Walter hob den partizipativen Anteil der Kinder und Jugendlichen bei der Ideenfindung und Umsetzung bei den Projekten hervor, denn dieser sei sehr wichtig, aber eben auch anstrengend. „Partizipation gehört dazu, wenn man zu demokratischem Handeln erziehen möchte“, gab sie den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg und lud anschließend die Besucherinnen und Besucher ein: „Gucken Sie, staunen Sie.“

Und zu Staunen gab es in der Vernissage wirklich viel. Die mit viel Liebe zum Detail erstellten Stationen reichten von der Thematik Müllvermeidung über Mobilität der Zukunft bis zu Tierschutz, Individualismus und verschiedenen Naturräumen.

Das man aus Müll schöne Basteleien anfertigen und somit ein Upcycling vornehmen kann, zeigte die Schülerin Juliane bei der Vorstellung ihres Projekts. Beim Anfertigen von Karl, dem Bechermännchen, hatten sicherlich alle Kinder Spaß.

Den Bereich Verkehr hatte Sina aus der Jahrgangsstufe 13 ganz vielfältig mit den KITA-Kindern erforscht. Da wurden Bücher mit Fahrzeugen betrachtet, unterschiedlichste Fortbewegungsmittel gebastelt und mittels eines gemeinsam aufgebauten Parcours Verkehrserziehung durchgeführt. Dabei war die mitgebrachte Ampel natürlich das Highlight: „Nicht bei Rot fahren!“, diesen Satz habe sie sehr häufig gehört, erzählt die Schülerin mit einem Lachen. Im Anschluss habe sie aber dann weitergedacht und sich gefragt, wie denn in Zukunft eine Beförderung von Personen und Gütern durchgeführt werden könne. Dabei sei sie unter anderem auf Shared Mobility, Hyperloops und Flugtaxis gestoßen.

Thalia hatte sich in ihrem Projekt in einer Kindertagesstätte mit dem Thema Insekten beschäftigt und für die Vernissage mit ihrer Gruppe künstlerisch sehr gelungen gegenübergestellt, wie eine Welt ohne und eine Welt mit Insekten aussehen würde.

 

Begeistert von seinen Erlebnissen in einer Wohngruppe berichtet Sascha von dem Lagerfeuer, welches er mit den Jugendlichen durchführte. „Dazu gab es Stockbrot und alle haben sich an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt, ob nun beim Stöcke schnitzen oder beim Teig vorbereiten. Das war ein richtiges Gemeinschaftserlebnis.“

Gleich den kompletten Musikraum in eine Naturoase verwandelt hatten die Schülerinnen Amy, Zeynep, Lara, Nele und Pia. Ein aufgebaute Barfußpfad, ein Tippi aus Holz, selbsterstellte Windspiele und vieles mehr ließen die Besucherinnen und Besucher direkt in einen Wald eintauchen. Die Schülerinnen berichteten motiviert von ihren Projekten, von denen sowohl die Kinder und Jugendlichen als auch sie selbst vieles mitgenommen hätten. „Das Strahlen und die Freude der Kinder sind mir intensiv in Erinnerung geblieben“, berichtet Pia abschließend immer noch gerührt.

„Da haben Sie sich wirklich engagiert und eine eindrucksvolle Vernissage vorbereitet“, lobte Stefan Becker die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten und bedankte sich bei allen Beteiligten.

 

Meisterhafte Leistungen der Hauswirtschafter*innen

Sieben Prüflinge vom Berufskolleg Lübbecke bestehen die Meisterprüfung

Zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung besuchten die neuen Führungskräfte die Fachschule für Ernährungs-. und Versorgungsmanagement am Berufskolleg Lübbecke, die einzige Fachschule dieser Art in ganz Ostwestfalen-Lippe. Berufsbe-gleitend werden hier im Abendunterricht Inhalte zu den Themen Personal- und Qualitätsmanagement, Versorgung und Alltagsgestaltung von unterschiedlichen Personengruppen, Gestaltung von Wohn- und Funktionsbereichen sowie die Reinigung und Pflege von Räumen und Textilien vermittelt.

Die Anforderungen an die Prüflinge waren hoch. Die Prüfung, die sich über ein Jahr erstreckte, umfasste die Prüfungsteile Versorgung und Betreuung sowie Betriebs- und Unternehmensführung. Durch Kurse zu Berufsausbildung und Mitarbeiterführung bereiteten sich die Fachschüler*innen gezielt auf ihre spätere vielseitige Tätigkeit als hauswirtschaftliche Fach- und Führungskräfte und Ausbildende vor.

Neben Klausuren und mündlichen Prüfungen stand für die Fachschüler*innen auch ein sechsmonatiges Arbeitsprojekt auf dem Stundenplan. Zu den Ergebnissen der Arbeitsprojekte gehörten die Einführung einer Kochgruppe in einer Senioreneinrichtung, die Erstellung eines Handbuchs zur Optimierung des Speiseangebotes unter Einbeziehung der DGE-Standards (Kriterien für eine gesundheitsfördernde und nachhaltige Verpflegung) in einer Kindertagesstätte und die Optimierung des Verpflegungsangebots einer Zentralküche in Espelkamp. Des Weiteren wirkten die Fachschüler*innen an der Erstellung und Einführung verschiedener Konzepte mit. Dazu gehörte ein Konzept zur Aktivierung von hauswirtschaftlichen Alltagskompetenzen für Jugendliche in einer Einrichtung der AWO, ein Konzept für eine Backgruppe für die Bewohner einer Wohngemeinschaft, ein Reinigungs-, Hygiene- und Abfallkonzept für ein Seniorenheim und ein Konzept für einen Dorfmittagstisch unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit und der Verwendung hofeigener Produkte.

Nach dreieinhalb Jahren hatten die Fachschüler*innen schließlich ihr Ziel erreicht: Meister*in der Hauswirtschaft. „Mit viel Disziplin, Organisationsgeschick, Mut und Weiterbildungswillen hat es mir das Berufskolleg Lübbecke möglich gemacht, mich mit Gleichgesinnten im Nachmittagsbereich neben Beruf und Familie weiterzubilden“, so die Meisterin Katharina Peters. „Ich danke den Lehrkräften für die fachliche Begleitung und danke auch all denen, die mit mir zusammen die Schulbank gedrückt haben. Es war eine sehr schöne und lehrreiche Zeit.“ Ihre Mitschülerin Maria Kleine ergänzt, dass der Besuch der Fachschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement ein wichtiger Schritt zu ihrem Ziel gewesen sei.

Die frischgebackenen Meister*innen der Hauswirtschaft sind Alexander Baum (Herford, Ev. Diakoniestiftung Ernst-Louisen-Heim), Jana Born (Soest), Maria Kleine (Kirchlengern, Bonitas Spenge), Anja Lippert (Steinhagen), Jessica Pape (Minden, AWO Familienzentrum Dombrede), Katharina Peters (Bünde) und Juliane Lenz (Stemwede-Levern, Ludwig-Steil-Hof Espelkamp).

Es gratulieren der Schulleiter Stefan Becker und die Lehrkräfte der Fachschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement des Berufskollegs Lübbecke: Angela Lücke, Martin Dangschat, Rainer Bartels und Carola Hüffmeier.

Weitere Informationen zur Fachschule für Ernährungs- und Versorgungsmana-gement am Berufskolleg Lübbecke finden Interessierte auf der Homepage des Berufskollegs Lübbecke unter www.bk-lk.de.