Erfolgreicher Abschluss bietet gute Zukunftschancen

Berufskolleg Lübbecke verabschiedet 310 Auszubildende der kaufmännischen Berufsschule und Studierende der Fachschule für Wirtschaft

Ein weiterer Jahrgang, der sich unter Pandemiebedingungen auf den Abschluss vorbereiten musste, wurde nun am Berufskolleg Lübbecke verabschiedet. Insgesamt

290 Auszubildende aus dem kaufmännischen Bereich sowie 20 Studierende der Fachschule für Wirtschaft konnten ihre Abschlusszeugnisse aus den Händen ihrer Klassenleitungen entgegennehmen. „Wiederum ist es in diesem Jahr allen Beteiligten gelungen, unsere Auszubildenden und Studierenden erfolgreich durch ihre schulische Ausbildung zu führen und sie auf ihre Prüfungen vorzubereiten“, freut sich Bereichsleiterin Anja Sussek. Und das, obwohl auch dieser Jahrgang wieder vom Aussetzen des Präsenzunterrichts betroffen war. „Unter diesen erschwerten Bedingungen so gute Leistungen zu erbringen ist daher umso höher anzuerkennen“, so Bereichsleiter Wolfgang Raupach. Eine Grundlage dafür bildeten auch die Konzepte zum digitalen Lehren und Lernen und zum Distanzlernen. „Unsere sehr gute Ausstattung mit den digitalen Lernplattformen und der geeigneten Hardware ermöglichte es uns, während des Distanzunterrichts immer nah bei unseren Schüler*innen zu sein und sie optimal zu begleiten. Durch die Erfahrungen aus dem ersten Lockdown konnten wir trotz der Pandemie unseren Unterricht digital effizient weiterführen und eine hohe Unterrichtsqualität gewährleisten“, ergänzt Bereichsleiter Dirk Kämper.

Mit dem Abschluss der dualen Berufsausbildung bzw. mit dem Abschluss des Staatlich geprüften Betriebswirts / der Staatlich geprüften Betriebswirtin (Bachelor professionell) stehen den erfolgreichen Absolvent*innen nun viele Türen in der Wirtschaft offen und es bieten sich gute Chancen für die Zukunft. Das Berufskolleg Lübbecke gratuliert sehr herzlich zu den erworbenen Abschlüssen und wünscht alles Gute.

Für besonders gute Leistungen in den Abschlusszeugnissen wurden folgende Absolvent*innen mit einem Präsent geehrt:

Automobilkaufleute: Tim Ahrend, Autohaus Becker-Tiemann Minden Lübbecke GmbH & Co. KG Minden; Corina Mokros, Autohaus Becker-Tiemann Minden Lübbecke GmbH & Co. KG Lübbecke

Fachinformatiker Anwendungsentwicklung: Maik Hissung, Mittwald CM Service GmbH & Co. KG Espelkamp

Fachinformatiker/Fachinformatikerin Systemintegration: Maike Großkraumbach, Wortmann AG Hüllhorst; Justin-Erich Haussauer, Herbert Kannegießer GmbH Vlotho; Gabriel Kasparow, Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen

Fachkraft für Lagerlogistik: Lena Bruns, Gauselmann AG Espelkamp; Natalia Tabert, Senger Ostwestfalen GmbH & Co. KG Bünde

Staatlich geprüfter Betriebswirt (Bachelor professionell): Lukas Krusberski

Industriekaufleute: Chiara-Lia Döding, Kolbus Ausbildungs-GmbH Rahden; Jessica Wiebe, Gauselmann AG Espelkamp

IT-Systemkaufleute: Yannik Sturhan, Wortmann AG Hüllhorst

IT-Systemelektroniker: Robin Göcke, Wortmann AG Hüllhorst

Kaufleute im Einzelhandel: Alexander Beinert, Expert Döring GmbH & Co. KG Lübbecke; Jennifer Riebel, Aldi Espelkamp; Laura Steinmeier, NP-Markt Lübbecke

Kaufleute im Groß- und Außenhandel: Anna-Lena Kanning, Rila Feinkost-Importe GmbH & Co. KG Stemwede-Levern

Verkäufer/Verkäuferin: Vanessa Kröcker, Deichmann Espelkamp; Devin Kühlkamp, Marktkauf Espelkamp

Vielversprechende Projekte erfolgreich abgeschlossen

Student*innen der Fachschule für Wirtschaft des Berufskollegs Lübbecke entwickelten praxisorientierte Problemlösungen für Unternehmen

Die Erhöhung der Kundenbindung, die Optimierung einer Website sowie die Neugestaltung des Materialflusses in einem Lager – darin bestanden die drei Themen der Student*innen der Fachschule für Wirtschaft. Innerhalb von acht Wochen mussten die drei Gruppe für ihre Auftraggeber aus der Wirtschaft jeweils ein Konzept zur Problemlösung erstellen und anschließend auch präsentieren. „Wir hoffen, dass wir unserem Auftraggeber ein Konzept vorgestellt haben, welches auch in der Lagerhalle umgesetzt werden kann,“ äußerte sich Michelle Meschinski-Müller, die gemeinsam mit ihrem Team für die Unternehmensgruppe Hilker aus Rahden ein Layoutkonzept anhand des Einsatzes eines fahrerlosen Transportsystems für den Neubau einer Lagerhalle erstellte. Dafür hatte die Projektgruppe das Unternehmen und die Abläufe einmal genau unter die Lupe genommen. Dabei wurden Probleme herausgearbeitet und diese im neu erstellten Konzept verbessert und als Lösungsvorschläge ausgearbeitet.

Das Projekt für das Unternehmen Julius Tielbürger GmbH & Co. KG (Stemwede) bestand darin, ein Konzept zum Relaunch der bestehenden Website auszuarbeiten. Um dies zu erreichen, wurde zunächst die Ist-Situation analysiert. Für Vorschläge bzw. Ideen wurde zeitgleich ein Website-Vergleich von Marktbegleitern und Wettbewerbern durchgeführt. Diese Anregungen wurden mit in das Webkonzept eingebunden und zusammen mit den Anforderungen des Auftraggebers wurde eine Visualisierung der neuen Website (Mockup) erstellt. „Nach der intensiven Arbeit freuen wir uns sehr ein Konzept vorlegen zu können, welches von unserem Auftraggeber auch umgesetzt wird“, so ein zufriedener Kilian Fink aus der fünfköpfigen Projektgruppe.

Ähnlich digital waren die Student*innen unterwegs, die ein Konzept zur Entwicklung einer App als Kundenbindungsmaßnahme für die Willi Hohn GmbH & Co.KG in Rahden erarbeiteten. Dieses digitale Tool ermöglicht es den Kund*innen, Termine zu buchen, Nachbestellungen zu tätigen und Serviceanfragen zu stellen, natürlich alles mithilfe des Smartphones. Projektgruppensprecher Sascha Langhorst merkte im Rahmen der Projektpräsentationen im Berufskolleg Lübbecke an: „Wir sind froh, dass wir ein überzeugendes Ergebnis liefern konnten, welches den Ansprüchen des Projektteams und der Willi Hohn GmbH & Co.KG entspricht.“ Die Projektarbeit an der Fachschule für Wirtschaft wird jeweils im 4. Semester der dreijährigen Weiterbildung zum Staatlich geprüften Betriebswirt / zur Staatlich geprüften Betriebswirtin durchgeführt und verbindet das erworbene theoretische Wissen mit der Praxis. Eine Anmeldung für diesen Bildungsgang zum Schuljahr 2021/22 ist noch möglich. Nähere Informationen zu diesem Weiterbildungsangebot findet man auf der Homepage des Berufskollegs www.berufskolleg-lk.de.

Foto Tielbürger: Die Studenten legten ein überzeugendes Konzept für den Auftraggeber vor Foto Hohn: Freuten sich über das gelungene Projekt: die Studenten mit ihren Projektbetreuern

Foto Hilker: Die Gruppe „Materialfluss“ brachte einige Produkte aus dem Unternehmen mit zur Präsentation

Vier Meisterinnen der Hauswirtschaft erhalten ihren Meisterbrief

Vier Prüflinge vom Berufskolleg Lübbecke bestehen die Meisterprüfung

"Ein guter Anfang braucht Begeisterung, ein gutes Ende Disziplin“ so bringt es die neue Meisterin Birgit Möllenberg mit einem Zitat von Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger auf den Punkt.

Die Anforderungen an die Prüflinge waren hoch. Die Prüfung, die sich über ein Jahr erstreckte, umfasste die Prüfungsteile Versorgung und Betreuung, Betriebs- und Unternehmensführung sowie Berufsausbildung und Mitarbeiterführung. Neben Klausuren und mündlichen Prüfungen musste auch ein sechsmonatiges Arbeitsprojekt durchgeführt werden. Ergebnisse der Arbeitsprojekte waren eine Qualitätsverbesserung hinsichtlich der Betreuungs- und Versorgungsleistungen in der Schulkantine einer Gesamtschule, ein Versorgungs- und Betreuungskonzept für dementiell erkrankte Bewohner*innen einer Pflegeeinrichtung in Bünde, ein Konzept zur Optimierung der Lebensqualität von Bewohner*innen in einer Senioreneinrichtung in Rahden und die Erweiterung eines Qualitätsmanagements-Handbuches für die hauswirtschaftliche Versorgung der Kundschaft eines Betreuungsdienstes in Lübbecke.

Zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung besuchten die neuen Führungskräfte die Fachschule am Berufskolleg Lübbecke, die einzige Fachschule dieser Art in ganz Ostwestfalen-Lippe. Berufsbegleitend werden hier im Abendunterricht Inhalte zu den Themen Personal- und Qualitätsmanagement, Versorgung und Alltagsgestaltung von unterschiedlichen Personengruppen, Gestaltung von Wohn- und Funktionsbereichen, sowie die Reinigung und Pflege von Räumen und Textilien vermittelt. Durch Kurse zu Mitarbeiterführung und Berufsausbildung bereiten sich die Fachschüler*innen gezielt auf ihre spätere vielseitige Tätigkeit als hauswirtschaftliche Fach- und Führungskräfte und Ausbildende vor.

Meisterin Bettina Bruns formuliert ihre Erfahrungen wie folgt: „Meine dreieinhalb Jahre bis zum Meisterbrief - Eine Zeit, die Mut, Kraft, Ausdauer und Selbstvertrauen erforderte. Eine Zeit, in der ich tolle neue Menschen, Dozent*innen kennenlernte, die Einsatz zeigten und nicht gezweifelt haben. Eine Zeit, in der zum Abschluss etwas geschafft und bestanden wurde. Eine Zeit, die ich nicht missen möchte.“

Meisterin Nicole Katt resümiert: „Dreieinhalb Jahre waren ein langer Weg mit vielen Hindernissen, aber auch sehr schönen Zeiten. Am Ende den Meisterbrief in den Händen zu halten ist ein überragendes Gefühl der Freude und schiebt alle Zweifel beiseite, denn es ist der Beweis, dass man mit viel Fleiß und Ausdauer alles schaffen kann. Ich bin froh dieses Ziel erreicht zu haben.“

Mit dem Zitat von Dottier Walters beschreibt die Meisterin Lina Enns die letzten dreieinhalb Jahre rückblickend: „Erfolg ist eine Treppe, keine Tür“. „Besonders das letzte Jahr, das Prüfungsjahr, war eine harte und anspruchsvolle Zeit – doch irgendwo auch eine schöne und aufregende Zeit“, fügt sie hinzu.

Meisterinnen der Hauswirtschaft: Bettina Bruns (Hüllhorst, Mensaverein der Gesamtschule Hüllhorst), Lina Enns (Espelkamp, Ravensberger Residenz GmbH & Co. KG, Bünde), Nicole Katt (Rahden, S.R Catering GmbH Schloss Rahden) und Birgit Möllenberg (Lübbecke, Beste Begleitung im Alltag).

Es gratulieren die Lehrkräfte der Fachschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement vom Berufskolleg Lübbecke: Angela Lücke, Martin Dangschat, Rainer Bartels und Carola Hüffmeier.

Kekse für einen guten Zweck

Auszubildende des Berufskollegs Lübbecke überreichen dem Hospiz „veritas“ eine Spende

Ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk haben die Auszubildenden der Oberstufe Hauswirtschaft dem Hospiz „veritas“ übergeben. Da die Schüler*innen im vergangenen Jahr aufgrund der Corona Pandemie kein Gebäck auf dem Weihnachtsmarkt in Lübbecke verkaufen konnten, entschlossen sie sich, die selbstgebackenen Kekse dem Kollegium des Berufskollegs Lübbecke zum Verkauf anzubieten. Durch diese Aktion kam eine Summe in Höhe von 350,00 Euro zusammen, die nun dem Hospiz gespendet wurde.

Die Klasse HW 21 (Hauswirtschafter*in Oberstufe) möchte mit der Spende einen kleinen Beitrag leisten, um die sinnvolle Arbeit des Hospizes zu unterstützen. „Ein gelungenes Projekt und ein großes Lob für das soziale Engagement der Schüler*innen“ bescheinigten die Fachpraxislehrerinnen Carola Hüffmeier und Birgit Rohlfing den Auszubildenden. Die Aktion passe zudem gut zum diesjährigen Motto des Welthauswirtschaftstages. Es lautet: „Mein Zuhause – meine Nachbarn – unser Quartier: Gutes Leben und Wohnen für jedes Alter“. Die Spende unterstreiche die Wichtigkeit dieser Einrichtung, die Menschen in der letzten Lebensphase in einem geschützten, liebevollen und wertschätzenden Rahmen begleitet und setze ein Zeichen. „Schön, dass die jungen Menschen uns als Nachbarn und als Wohnort in und für Lübbecke wahrnehmen und uns so tatkräftig unterstützen“ freut sich Hospizleiterin Antje Rohlfing über das Engagement der Schüler*innen.

Neuer Gastronomieraum am Berufskolleg Lübbecke – Lernen in fachlich angenehmer Atmosphäre

„Fachliche Kompetenz praktisch erwerben“ - diesen Slogan schreibt sich das Berufskolleg Lübbecke auf die Fahnen. Dies trifft in besonderem Maße nun im Bereich Ernährungs- und Versorgungsmanagement, Schwerpunkt Service zu. Das Berufskolleg Lübbecke nutzte die vergangenen Monate, um aus einem alten, renovierungsbedürftigen Unterrichtsraum einen modernen, hellen und freundlichen Gastronomieraum entstehen zu lassen. Durch Fördermittel konnte dieser Fachraum mit einem modernen Touchscreen ausgestattet werden, der sowohl als Whiteboard oder als Anzeigegerät genutzt werden kann. Zusätzlich können diverse Apps direkt auf dem Gerät ausgeführt werden.

Dieser Gastronomieraum ermöglicht es den Schüler*innen des Bereiches Ernährungs- und Versorgungsmanagement, ihre praktischen Fähigkeiten und Talente sowie ihre Geschicklichkeit rund um den Service im Rahmen von fächerübergreifenden Lernarrangements unter Beweis zu stellen. Der stellvertretende Schulleiter Steffen Walter lobte bei der Einrichtung des Fachraumes besonders die materielle Unterstützung der Privatbrauerei Barre sowie der Firma Melitta. Als heimische Unternehmen leisten sie damit einen wichtigen Beitrag für die berufliche Ausbildung zukünftiger Fachkräfte in der Gastronomie und Hauswirtschaft. Die Schüler*innen und Lehrkräfte freuen sich auf die baldige Einweihung und Nutzung des neuen Gastronomieraumes.