Kunst und kreatives Arbeiten fördern Selbstbildungsprozesse bei Grundschulkindern

In der Offenen Ganztagsschule (OGS) Bad Holzhausen werden die Kinder zu „Sachsuchern“ und finden einen ganz eigenen Weg zu Nachhaltigkeit und Partizipation. Die OGS Bad Holzhausen in Trägerschaft der „Parität für Kinder“, Lübbecke, nahm von Januar bis März 2021 einen Praktikanten des Berufskollegs Lübbecke auf, der an der dortigen Fachschule für Sozialpädagogik am Schulort Espelkamp eine Ausbildung zum Erzieher absolviert.

Toren Keller ist einer von fünf Studierenden der Fachschule für Sozialpädagogik, der als angehender Erzieher die Chance wahrgenommen hat, am Modellversuch „Kulturelle Vielfalt – Vielfalt der Kulturen“ teilzunehmen. Er erwarb in diesem Kontext eine Zusatzqualifikation für „Staatlich anerkannte Erzieher/-innen“.

Toren arbeitete im Rahmen dieses Projektes mit der Künstlerin Anna Degenkolb zusammen, die viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern hat. Sie weiß, wie es geht, „Kinder in spielerisch entdeckende Handlungen zu verwickeln“ und ist davon überzeugt, dass der kindliche Geist Raum und Zeit braucht, um sich zu entfalten.

Als angehender Erzieher weiß Toren, dass Kinder am besten lernen, wenn Neugier und Forschergeist geweckt werden und sie mitbestimmen dürfen. Genau hier dockte das Projekt an und fand deshalb auch große Zustimmung bei der Leiterin der OGS, Claudia Klinksiek und ihren Mitarbeiterinnen, denn „Kinder lernen am besten, wenn sie Dinge selbst erkunden und ausprobieren. Sie konnten hier Erfahrungen machen, die für alle Bereiche ihrer Entwicklung wichtig sind“, ist sie überzeugt. Die Einrichtung stellte einen Raum zur Verfügung, der als Projektraum genutzt werden konnte und den Kindern die Möglichkeit bot, auf einer „Kreativbaustelle“ ihren künstlerischen Impulsen jederzeit folgen zu können. Alles, was entstanden ist, ist mit den Kindern gemeinsam entstanden. Nichts war aufgesetzt, die Wege konnten beim Gehen entstehen. „Das Projekt hat sich aus den vorgefundenen Materialien und den Ideen der Kinder, der Künstlerin und Toren entwickelt“, berichtet Frau Klinksiek. „Besonders gut gefallen hat uns, dass die Kinder an dem Projekt arbeiten konnten, wann sie es wollten und eine Motivation dazu hatten.“

Toren ist seit Ausbildungsbeginn mit dem Begriff Kulturelle Bildung sowie seiner Bedeutung für Kinder und Jugendliche vertraut. Externe Künstler*innen ermöglichen den Studierenden bereits in der Unterstufe die Teilnahme an Projekten, sodass sich die Studierenden persönlich weiterentwickeln und an ihrer Haltung im zukünftigen Beruf arbeiten können. Über die persönliche Auseinandersetzung hinaus, beschäftigen sich die Studierenden mit den fachlich-gesellschaftlichen Aspekten von Bildung. Susanne Walter, Fachbereichsleiterin für die Erzieher/-innenausbildung am Berufskolleg Lübbecke/Schulort Espelkamp, ist der Überzeugung, dass „kulturelle Bildung ein wichtiger Bestandteil der Erzieher/-innenausbildung sein muss, damit nachhaltig ein wichtiger Beitrag zur Bildung aller Kinder und Jugendlichen – unabhängig von Herkunft und finanzieller Situation – geleistet werden kann.“ Aus diesem Grund arbeiten die Lehrkräfte der Fachschule für Sozialpädagogik in Espelkamp kontinuierlich daran, das Profil Kulturelle Bildung stetig zu schärfen und weiterzuentwickeln. Eine wesentliche Grundlage der Ausbildung ist die enge Verzahnung der Lernorte Schule und Praxis. „Dass uns dies unter Coronabedingungen mit diesem Projekt so gut gelungen ist, freut uns sehr“, sagt Susanne Walter. Hier wird deutlich, was alles möglich ist, wenn alle Beteiligten – hier: Studierende, Künstler*innen und Kollegium - motiviert und engagiert gemeinsam voran gehen.

Feierliche Verabschiedung der Vollzeitklassen am Berufskolleg Lübbecke

Über 400 Schülerinnen und Schüler aus 25 Vollzeitklassen erhielten am Berufskolleg Lübbecke ihren Schulabschluss. Auch in diesem Jahr konnte die Zeugnisvergabe aufgrund der Corona-Pandemie nicht in der Stadthalle Lübbecke stattfinden. Stattdessen luden die Klassenleitungen jeweils zu einer individuellen Feierstunde ein.

Sie erinnerten an die teils schwierige Zeit, die von Maskenpflicht, Schulschließungen, Distanzlernen, Videokonferenzen, Corona-Testpflicht und Prüfungsquarantäne geprägt war. Klassenlehrer Jurij Hegel unterstrich, dass die Schülerinnen und Schüler diese Zeit toll gemeistert und Verantwortung für ihr eigenes Lernen übernommen haben, indem sie sich beispielsweise im Videochat zum Lernen verabredeten. Sie haben Leistungsbereitschaft, Ausdauer und Durchhaltevermögen gezeigt.

Dies bestätigte auch Schulleiter Stefan Becker: „Die Schülerinnen und Schüler haben in der Pandemiezeit zuverlässig im Distanzlernen mitgearbeitet und sich gut auf die Abschlussprüfungen vorbereitet. Die Prüfungsergebnisse zeigen, dass sich glücklicherweise die verschiedenen Unterrichtsformen nicht negativ auf die Abschlüsse ausgewirkt haben. Aber für die Zukunft gilt, Lernen braucht soziale Kontakte im Klassenverbund.“

Die Schulzeit am Berufskolleg Lübbecke war jedoch nicht nur durch das Lernen unter Corona-Bedingungen geprägt. Ein echtes Highlight war die Stufenfahrt der Höheren Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung, bei der die Schülerinnen und Schüler an außerschulischen Lernorten, wie Amsterdam, Krakau oder Sedrun/Schweiz, die Möglichkeit hatten, nicht nur ihre sozialen Kontakte innerhalb der Stufe zu festigen, sondern auch Ski- und Snowboardfahren zu lernen oder sich mit europäischer Geschichte auseinanderzusetzen.

Das Berufskolleg Lübbecke gratuliert allen Absolventinnen und Absolventen zum bestandenen Schulabschluss und wünscht ihnen alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft!

Folgende Schülerinnen und Schüler aus den Bereichen Ernährung und Versorgung, Gesundheit und Soziales sowie dem gewerblich-technischen und dem kaufmännisch-verwaltenden Bereich wurden mit einer Buchprämie für besondere Leistungen ausgezeichnet:

           

Elena Evert, Rahden (AVE21), Leonie Fabienne Frey, Hüllhorst (AVEP21), Andone-Gabriel Lungeanu, Espelkamp (AVT21), Dareen Dawood Qasim, Lübbecke (AVTS21), Amy Finke, Lübbecke (FOS21B), Simon Kollmeier, Bad Oeynhausen (FOT21), Dominik Bartsch, Rahden (FMT21), Eduard Funk, Espelkamp (BF1T21), David Kulikov, Rahden (BF2H21), Yavuzer Gülter, Espelkamp (BF2M21A), Timo Schlottmann, Rahden (BF2M21B), Maria Fröse, Espelkamp (BFE21), Lynn Thea Kolbe, Hüllhorst (BFG21), Celine Danzer, Lübbecke (BFK21), Steffen Klasing, Rahden (HBG21A), Paula Griese, Espelkamp (HBG21B), Anja Lippert, Steinhagen (FEH22), Furad Allahib, Lübbecke, Jurgen Godaj, Hüllhorst und Pauline Grebasch, Espelkamp (BFW21B), Marco Pankraz, Hüllhorst (HH21A), Esther Boldt, Hüllhorst und Duc Huu Vu, Rahden (HH21B), Tim Krüger, Rahden (HH21C), Maren Schütte, Rahden (HH21D).

„Tolle Weiterbildungsmöglichkeit am Berufskolleg Lübbecke“

Insgesamt 20 Studierende der Fachschule für Wirtschaft erhielten vor wenigen Tagen im Berufskolleg Lübbecke ihre Zeugnisse und somit den Titel „Staatlich geprüfte Betriebswirtin“ bzw. „Staatlich geprüfter Betriebswirt“.

Für die Studierenden geht damit eine anstrengende, aber erfolgreiche Zeit zu Ende. Sie hatten berufsbegleitend insgesamt drei Jahre lang an drei Abenden pro Woche sowie an einigen Samstagvormittagen Unterricht. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie wurden laut den Studierenden gut und fair aufgefangen. Da Unterricht vor Ort teilweise nur eingeschränkt möglich war, wurden neue Konzepte des digitalen Unterrichts erfolgreich erprobt und umgesetzt.

Erleichtert und sehr stolz nahmen die „Staatlich geprüften Betriebswirtinnen und Betriebswirte“ ihre Zeugnisse aus den Händen von Klassenlehrerin Kerstin Lück-Malatray und dem Leiter der Fachschule für Wirtschaft Wolfgang Raupach entgegen. Durch die zusätzliche Abschlussbezeichnung „Bachelor Professional in Wirtschaft“ wird die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Weiterbildung unterstrichen.

„Dieser Abschluss eröffnet Ihnen viele interessante Möglichkeiten für Ihre berufliche Zukunft“, so Wolfgang Raupach. Der frischgebackene „Staatlich geprüfte Betriebswirt“ Joachim Heinisch ergänzte: „Eine tolle Weiterbildungsmöglichkeit, die das Berufskolleg Lübbecke für Berufstätige anbietet. Das habe ich nur durch Zufall in der Zeitung gelesen und finde, dass dies viel bekannter sein sollte.“

Während der Schulzeit wurden nicht nur die vom Lehrplan vorgesehenen Unterrichtsfächer, wie Rechnungswesen, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Absatzwirtschaft, Wirtschaftsinformatik und Personalwirtschaft, erteilt, sondern auch wichtige zusätzliche Kompetenzen, wie Ausbilderschein, Projektmanagement und SAP-Einführung, vermittelt.

Die Studierenden betonten besonders, dass seit der Arbeit an einem eigenen Projekt (von externen Auftraggebern) in kleinen Teams die Gruppenarbeit besonders gut funktioniert hat. Der Absolvent Hendrik Schmalhorst hob hervor: „Alle Lehrkräfte haben mich auf ihre persönliche Art motiviert, sogar für vergleichsweise trockene Inhalte begeistert und mich immer unterstützt!“

Mit Beginn des neuen Schuljahres 2021/2022 wird an der Fachschule für Wirtschaft am Berufskolleg Lübbecke wieder der Studiengang Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Logistik, Wirtschaftsinformatik und Absatzwirtschaft angeboten, in dem die erprobten Konzepte des digitalen Lernens weiterentwickelt und umgesetzt werden. Anmeldungen für die Fachschule für Wirtschaft sind noch über das Online-Anmeldeformular auf der Homepage des Berufskollegs Lübbecke (www.berufskolleg-lk.de) bis zum Beginn des neuen Schuljahres möglich.

Erfolgreiche Absolventen im Bereich Gesundheit und Soziales

Nach zwei turbulenten und abwechslungsreichen Jahren am Berufskolleg in Lübbecke konnten am 30. Juni 2021 die Abschlusszeugnisse der Höheren Berufsfachschule und der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales überreicht werden. Die erfolgreichen jungen Frauen und Männer starten jetzt in verschiedene Ausbildungsberufe und Studiengänge im Gesundheits- und Sozialbereich.

Foto: FOS 21A

FOS 21B

Foto: HBG 21A

Foto HBG 21B

Wir wünschen Ihnen alles Gute für ihre Zukunft!

Mit Bestleistungen den steinigen Weg beendet

39 Abiturientinnen und Abiturienten am Berufskolleg Lübbecke feierlich entlassen

Nach einer dreizehnjährigen Schulzeit konnten die Abiturientinnen und Abiturienten der Beruflichen Gymnasien für Gesundheit und Soziales sowie für Wirtschaft und Verwaltung ihr Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife am vergangenen Freitag endlich in Empfang nehmen. Schulleiter Stefan Becker bezog sich in seiner Ansprache bei der feierlichen Zeugnisübergabe auf ein Zitat von J. W. v. Goethe: „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen“. Und diese Steine seien in diesem Jahrgang unter Pandemiebedingungen mit Distanzlernen, Wechselunterricht, kurzfristigen neuen Vorgaben usw. sehr groß gewesen. Anerkennend stellte er daher fest: „Sie haben aus den Steinen, die im Weg lagen, etwas Schönes gebaut, Ihr Abitur, und das haben Sie besonders gut gemacht.“ Denn trotz der hohen Belastung und Anspannung waren die Abiturientinnen und Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums für Wirtschaft und Verwaltung die erfolgreichsten der vergangenen Jahre und die Absolventinnen und Absolventen des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales der zweitbeste Jahrgang seit längerer Zeit. Sogar die Traumnote von 1,0 wurde am Wirtschaftsgymnasium von einer Abiturientin erreicht.

Diese Bestleistungen seien auf die hohe Aktivität, das große Interesse und Engagement der Abiturientinnen und Abiturienten zurückzuführen, begründeten die Klassenlehrerinnen des Bereiches Gesundheit und Soziales, Jessica Schmehl und Isabelle Bredebusch, den Erfolg in ihrer Rede. „Wir denken an eine wunderschöne Zeit mit Ihnen zurück, an eine Klasse, die witzig, offen, herzlich, kritisch, sympathisch und einfach liebenswert war“, erinnerten sich beiden Lehrerinnen und überreichten den dreizehn Absolventinnen und Absolventen ihre Zeugnisse in dem festlich geschmückten Forum am Standort Espelkamp. Im Anschluss wurde im Gasthaus „Krug zum grünen Kranze“ gemeinsam mit Eltern, Freunden und den Abiturientinnen und Abiturienten nicht nur auf das erfolgreich bestandene Abitur, sondern auch den zeitgleich absolvierten Berufsabschluss als Erzieher*in angestoßen.

Die sechzehn Abiturientinnen und Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums für Wirtschaft und Verwaltung hatten sich mit ihren Lehrkräften, Eltern und Freunden zu einer Abi-Gartenparty im Gasthaus Rose eingefunden. Daniela Hingeberg-Pedersen und Sonja Wöpking als Klassenlehrerinnen nutzten die Zeugnisübergabe für eine kleine Charakterisierung der Abiturientinnen und Abiturienten und konnte somit das ein oder andere Schmunzeln bei den Anwesenden entlocken. Auch ließen sie die drei gemeinsamen Jahre mit Betriebsbesichtigungen, der Studienfahrt nach München und weiteren Aktivitäten Revue passieren. „Sie waren eine sehr angenehme Klasse, strebsam, aber auch kritisch. Vor allem das Thema Rassismus war ihnen wichtig, und die Besuche der Wewelsburg, der Wanderausstellung „Namen statt Nummern“ und des KZ in Dachau haben bei uns allen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Tragen Sie diese Haltung weiter in die Gesellschaft hinein“, forderten die beiden Klassenlehrerinnen ihre scheidenden Schülerinnen und Schüler auf.

Die Abiturientin Erika Weiz ergriff das Wort für die Schülerschaft und erinnerte sich gerne an die Zeit am Berufskolleg. Sie dankte den Lehrkräften für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Empathie, gerade auch in der Pandemiezeit. „Sie haben immer das Beste für uns gewollt, und das hat uns sehr geholfen.“ Sie verwies aber auch auf den guten Zusammenhalt und die Unterstützung in der Klasse: „Wir sind eben einfach der coolste und attraktivste Jahrgang“, schloss die Abiturientin augenzwinkernd ihre Ansprache.

Berufliches Gymnasium Gesundheit und Soziales

Pia Blotevogel, Lilli Fröse, Cecile Pries, Elina Frenzel, Finn Glösemeier, Marieke Gräber, Kira Hagemeier, Maxine Higgins, Lena Kedrowski, Vanessa Koring, Melissa Krahn, Sarah Schulte, Verena Wangorsch

 

Berufliches Gymnasium Wirtschaft und Verwaltung

Lisa Bökenkröger, Andrea Dresing, Lukas Heise, Lea Hilker, Finn Hübner, Malin Kolbus, Jana Lekon, Natalie Mielke, Xenia Mischenko, Josephine Nagel, Dieter Ortlieb, Rebecca Penner, Lena Schnake, Klara Stübing, Moritz van Dam, Erika Weiz

Auszeichnungen für das beste Abitur

Berufliches Gymnasium Gesundheit und Soziales

Lilli Fröse (1,6)

Berufliches Gymnasium Wirtschaft und Verwaltung

Jana Lekon (1,0)