Osterbrunch 2022

Getreu dem Motto "Das Auge isst mit!" präsentierte die Berufsfachschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement (Schwerpunkt Service) süße und pikante Leckereien rund um Ostern im stilvoll dekorierten schuleigenen Gastronomieraum.
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Zuvor hatte die Klasse im Rahmen ihres Lernarrangements "Osterbrunch" theoretische Inhalte, wie beispielsweise das Legen von Platten oder die Erstellung einer Einladungskarte zum Brunch, erarbeitet. Außerdem haben die Lernenden selbstständig Rezepte für den Osterbrunch ausgewählt und zubereitet. Im Rahmen eines Stationenlernens wurden weitere Kenntnisse zum Serviettenbrechen, Büfettaufbau und Dekorationsmöglichkeiten zu Ostern vermittelt. Durch die Abschlusspräsentation konnten die Lernenden ihre theoretisch erarbeiteten Inhalte praktisch umsetzen.

Spende in Höhe von 250 Euro für die Menschen in der Ukraine

Pausensnacks für einen guten Zweck

Jeden Donnerstag und Freitag bereiten die Schülerinnen und Schüler der Ausbildungsvorbereitung für Ernährungs- und Versorgungsmanagement sowie der Berufsfachschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement Pausensnacks für die Schulgemeinschaft des Berufskollegs Lübbecke zu. Diese werden im Schülerbistro „EssBar“ verkauft, wobei die Einnahmen für den Kauf neuer Lebensmittel verwendet werden.

In der letzten Woche stand der Verkauf jedoch unter dem Motto: „Wir möchten etwas für die Menschen in der Ukraine tun!“ Die Lernenden entschlossen sich dazu, die Einnahmen aus dem Verkauf von Pausensnacks zu spenden. Daraufhin haben die Schülerinnen und Schüler kräftig die Werbetrommel gerührt, sodass ihr Engagement schließlich belohnt wurde.

Innerhalb von zwei Tagen nahmen sie 250 Euro durch den Verkauf von Snacks, Nachspeisen und kleinen Gerichten ein, die auf das Konto des Vereins „Aktion Deutschland Hilft e. V.“ eingezahlt werden konnten.

Die Lernenden freuten sich, dass sie mit ihrer Spende einen kleinen Beitrag dazu leisten konnten, um etwas für die Menschen in der Ukraine zu tun. Das Schülerbistro „EssBar“ bedankt sich ganz herzlich bei allen, die diese Spende ermöglicht haben!

Berufskolleg Lübbecke gedachte des Leids der Menschen in der Ukraine

Andacht für den Frieden

Täglich führen uns die Bilder in den Medien die Brutalität des Krieges in der Ukraine vor Augen: Tote auf den Straßen, zerstörte Städte, fliehende Menschen. Als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine hielt die Schulgemeinde des Berufskollegs Lübbecke eine Andacht, die mit dem Wunsch nach Frieden verbunden war.

Schulleiter Stefan Becker bedankte sich in seiner Eröffnungsrede bei Religionslehrer Simon Dyck sowie bei den Pfarrern und Religionslehrern Axel Niederbröker und Michael-Robert Welters als Stellvertreter der Fachschaft Religion für die Organisation der Andacht. Er unterstrich, dass wir uns dafür einsetzen müssen, damit wir auch in Zukunft in Freiheit leben können. Viele Lernende wollten mit ihrer Teilnahme an der Andacht ein Zeichen für Frieden und Freiheit setzen. So auch Schülerin Chloe: „Es ist furchtbar, was Menschen anderen Menschen antun können.“

Im Zentrum der Andacht standen die Befürchtungen, Hoffnungen und Wünsche der Lernenden. Deren Sorgen reichen von einer steigenden Inflationsrate über eine Aufrüstungsspirale bis hin zum Ausbruch des Dritten Weltkrieges. Sie hoffen daher auf ein baldiges Ende des Konflikts, dass Deutschland sich nicht zum Feind Russlands mache sowie Meinungsfreiheit für die russische Bevölkerung. Die Lernenden wünschen sich Frieden für alle Menschen, eine stabile Weltwirtschaft und das Zusammenhalten des Westens.

Pfarrer und Religionslehrer Michael-Robert Welters lieferte mit der in allen Weltreligionen ähnlichen Goldenen Regel „Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihr ihnen ebenso“ (Lukas 6, 31) eine Erklärung für die aktuellen Geschehnisse. „Jeder hängt in seiner eigenen Blase, in seinem eigenen Chat, in seiner eigenen Welt. Wir kennen die Goldene Regel, aber es gibt trotzdem Rassismus. Um einen eigenen Vorteil zu haben, ignorieren wir diese Regel und sind Trittbrettfahrer. Putin ist ein großer Trittbrettfahrer, der anderen so viel wie möglich nehmen möchte.“ Es lohne sich jedoch, inklusiv zu denken und zu versuchen, den anderen zu verstehen, ohne die andere Meinung zu teilen, so Welters. „Wir müssen uns an die Goldene Regel halten. Zu Gott beten reicht nicht. Das Problem fängt bei uns an. Denken Sie daran im Umgang miteinander in den Klassen“, appellierte er an die Zuhörenden.

Nach dem Friedensgebet „O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens“, das auf den Heiligen Franziskus von Assisi zurückgeht, schloss Schulleiter Stefan Becker die Andacht mit dem Wunsch, dass die Lernenden ihr Leben nach der Goldenen Regel bestreiten mögen.

Kooperation mit dem RailCampus OWL in Minden

Der RailCampus OWL mit Sitz in der Pionierstraße, direkt hinter dem Bahnhof in Minden, wurde von der Deutschen Bahn ins Leben gerufen, um Fachkräfte im Umfeld Bahn in Kombination mit IT auszubilden und zusammenzubringen. Der Campus dient dabei sowohl als Studienort als auch als Netzwerk, um Unternehmen wie die WAGO Kontakttechnik GmbH, die HARTING Technologiegruppe, die Stadt Minden als auch die vier großen Hochschulen in der Region (Uni Paderborn, FH Bielefeld, FH Lemgo und die Uni Bielefeld) miteinander zu verbinden.

Auch das Berufskolleg Lübbecke soll in dieses Netzwerk eingebunden werden, da dort unter anderem die Fachkräfte für Lagerlogistik und die Fachinformatiker ausgebildet werden. Weitere potenzielle Studierende am RailCampus OWL wären die Absolventinnen und Absolventen der Höheren Handelsschule und der Fachoberschule für Informatik, die alle eine Fachhochschulreife anstreben, oder die Studierenden der Fachschulen, die zukünftigen „Bachelor Professional“.

Lehrerin Christina Hekman hat sich im Namen des Berufskollegs Lübbecke vor Ort angeschaut, welche Kooperationsmöglichkeiten sich zwischen den beiden Institutionen anbieten. Jürgen Tuscher, Geschäftsführer des RailCampus OWL, hat nicht nur die Gegebenheiten vor Ort vorgestellt, sondern auch mit Christina Hekman gemeinsam sondiert, wie eine Kooperation zwischen beiden Standorten aussehen könnte.

RailCampus OWL startet mit Bachelor-Studiengang

Jürgen Tuscher arbeitet mit dem Ansatz, dass durch viele Partner am RailCampus OWL „mehr Ebenen, mehr Perspektiven, mehr Methodenansätze“ gewonnen werden können. Nicht nur durch die günstigen strukturellen Gegebenheiten, die die Stadt Minden, der Kreis Minden-Lübbecke und das Land Nordrhein-Westfalen fördern, sondern auch durch die Gründung des Vereins RailCampus OWL e. V. sind die Grundlagen gelegt, um im Semester 2022/2023 den neuen Studiengang „Digitale Bahnsysteme – Bachelor“ direkt in Minden am Campus anzubieten. Im Folgejahr startet dann auch der Masterstudiengang „Intelligente Bahnsysteme“. Beide Studiengänge sind vor Ort stark mit der Deutschen Bahn verzahnt, indem DB Cargo als auch die DB Systemtechnik ihr Wissen und Know-how durch Labore und Prüftechnik zur Verfügung stellen. Diese Labore und Techniken sind einmalig in Deutschland und in Minden am zukünftigen RailCampus OWL zu finden.

Fachkräfte an die Region binden

Das Ziel einer Kooperation zwischen dem Berufskolleg Lübbecke und dem RailCampus OWL, da sind sich Christina Hekman und Jürgen Tuscher einig, ist es, „Fachkräfte an die Region zu binden.“ Das geschieht, indem die Lehrenden vom Berufskolleg Lübbecke den Schülerinnen und Schülern zeigen, welche Möglichkeiten sie hier vor der Haustür haben. Da hilft dann der RailCampus OWL enorm weiter. Dort vor Ort können die Lernenden hautnah erleben, was Forschung und Entwicklung bedeutet, und welche Auswirkungen sich für die Logistik, die Wirtschaft und die gesamte Volkswirtschaft Deutschlands ergeben.

Meisenkästen statt Gift

Schülerfirma des Berufskollegs Lübbecke baute Nistkästen für die Dorfgemeinschaft Alswede e. V.

Wie kann man den Eichenbestand am Pastorenteich vor den Raupen des Eichenprozessionsspinners schützen? Diese Frage stellte sich die Dorfgemeinschaft Alswede e. V. und die Schülerfirma „Garten, Umwelt und Holz“ des Berufskollegs Lübbecke lieferte die Lösung: Mit dem Bau von Nistkästen für Meisen, die als Fressfeinde des Eichenprozessionsspinners eine natürliche Alternative zur Bekämpfung der Raupen mit Gift darstellen. Im Beisein von Stefan Becker (Schulleiter), Michael Tiemeier (Ortsvorsteher von Alswede) sowie Klaus Torno und Friedrich Kreienkamp (1. und 2. Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Alswede e. V.) fand die Übergabe der Nistkästen am Berufskolleg Lübbecke statt.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners richten nicht nur in Eichenwäldern forstliche Schäden an. Auch für den Menschen stellen sie eine Gefahr dar, weil die Brennhaare der Raupen bei Hautkontakt allergische Reaktionen hervorrufen können. Da die Eichenprozessionsspinner unter anderem von Meisen gefressen werden, beauftragte der 1. Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Alswede e. V. Klaus Torno die Schülerfirma „Garten, Umwelt und Holz“ des Berufskollegs Lübbecke mit dem Bau von Nistkästen, in denen die Meisen ihre Jungen großziehen können.

Die Lernenden der Ausbildungsvorbereitung für Bau-, Holz- und Metalltechnik, die gleichzeitig die Schülerfirma „Garten, Umwelt und Holz“ betreuen, freuten sich, ihr erstes großes Projekt verwirklichen zu können. Unter der Leitung der Lehrkräfte Jörg Piterek, Herbert Lehde und Schulsozialarbeiterin Ursula Sparmeier bauten die Lernenden 20 Nistkästen für Meisen. Dazu verwendeten die Mitglieder der Schülerfirma Einwegpaletten und versahen die Nistkästen extra mit Metallbeschlägen, damit keine anderen Vögel dort nisten können.

 

„Es war gar nicht so einfach, die Einwegpaletten auseinanderzunehmen und zu entnageln“, bilanzierten die Schüler Deniz Demir und Jurij Haritonov. Durch das Projekt haben sie gelernt, mit Holz umzugehen, betonten die beiden Schüler. Außerdem habe ihnen die Arbeit mit den anderen Lernenden viel Spaß gemacht. Ihr Mitschüler Dominik Dirks fügte hinzu, dass sie bei diesem Projekt auch ihre Teamfähigkeit schulen konnten.

 

Neben den Nistkästen stellt die Schülerfirma Brennholz aus nicht mehr verwertbaren Palettenteilen sowie Fledermauskästen her. Letztere sind ebenfalls ein natürliches Mittel zur Bekämpfung der Raupen des Eichenprozessionsspinners.