Maurer/-in

Informationen zur Ausbildung am Berufskolleg Lübbecke
 
Bildungsziele
Ein Maurer bzw. eine Maurerin ist ein Bauhandwerker, dessen namensgebende Kerntätigkeit die Erstellung von Mauerwerk ist. Der Maurer bzw. die Maurerin ist der Hauptbauhandwerker des Rohbaus. Daher führt er bei kleineren Bauprojekten (Einfamilienhäuser) meist auch Beton-, Stahlbeton, Estrich- und Putz- sowie Abdichtungs- und Entwässerungsarbeiten aus. Im Zuge der fortschreitenden Arbeitsteilung im Bauwesen, haben sich für viele Bereiche des breiten Berufsbilds des Maurers zusätzlich Spezialisten mit engerem Berufsbild entwickelt, die vorwiegend auf größeren Baustellen tätig sind.

Aufnahmevoraussetzungen
Abschluss eines Ausbildungsvertrages als Maurer bzw. Maurerin mit einem Ausbildungsbetrieb im Einzugsbereich des Berufskollegs Lübbecke.

Ausbildungsdauer
Die Berufsausbildung zur Maurerin bzw. zum Maurer dauert grundsätzlich drei Jahre. Sie kann auf zwei Jahre verkürzt werden, wenn die bzw. der Auszubildende eine Abschlussprüfung in einem anderen Beruf bestanden oder die allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife erworben hat.

Es besteht auch die Möglichkeit, die Ausbildung nach zwei Jahren mit der Abschlussprüfung zur Hochbaufacharbeiterin bzw. zum Hochbaufacharbeiter abzuschließen.

Lernfelder Baugrundstufe
In der Baugrundstufe werden die Auszubildenden im Ausbildungsberuf Maurer bzw. Maurerin, entsprechend dem Konzept der berufsfeldweiten Grundbildung, zusammen mit den Auszubildenden in allen anderen Ausbildungsberufen der Bauwirtschaft unterrichtet.
 
 Lernfeld 1           Einrichten einer Baustelle
 Lernfeld 2           Erschließen und Gründen eines Bauwerks 
 Lernfeld 3           Mauern eines einschaligen Baukörpers
 Lernfeld 4           Herstellen eines Stahlbetonbauteils 
 Lernfeld 5           Herstellen einer Holzkonstruktion
 Lernfeld 6           Beschichten und Bekleiden eines Bauteils
 
Lernfelder Fachstufe
In der Fachstufe (2. und 3. Ausbildungsjahr) werden die Auszubilden im Ausbildungsberuf Maurer bzw. Maurerin in Fachklassen unterrichtet.
 
 Lernfeld 7           Mauern einer einschaligen Wand
 Lernfeld 8           Mauern einer zweischaligen Wand
 Lernfeld 9           Herstellen einer Massivdecke
 Lernfeld 10         Putzen einer Wand
 Lernfeld 11         Herstellen einer Wand in Trockenbauweise
 Lernfeld 12         Herstellen von Estrich
 Lernfeld 13         Herstellen einer geraden Treppe
 Lernfeld 14         Abdeckung einer Öffnung mit einem Bogen
 Lernfeld 15         Herstellen einer Natursteinmauer
 Lernfeld 16         Mauern besonderer Bauteile
 Lernfeld 17         Instandsetzen und Sanieren eines Bauteiles

 

Fächer-und Stundentafel  

  1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr
Unterrichtswochen pro Jahr im Blockunterricht
ca. 14
ca. 12
ca. 10
 
Stunden pro Woche im Blockunterricht
Berufsbezogener Bereich
Fach 1: Wirtschafts- und Betriebslehre 4
4
4
Fach 2: Baustoff- und Baukonstruktionstechnik 14 14  14
Fach 3: Bautechnische Kommunikation 10  10  10
Differenzierungsbereich  
Dient zur Stützung und Vertiefung von Lernprozessen oder zum Erwerb von Zusatzqualifikationen. Das Angebot ist abhängig von der jeweiligen Schüler-/Lehrersituation 0 - 3   0 - 3
0 - 3
Berufsübergreifender Bereich  
Fach 1: Deutsch/Kommunikation 0 - 3 0 - 3 0 - 3
Fach 2: Evangelische Religion 0 - 3
0 - 3
0 - 3
Fach 3: Sport/Gesundheitsförderung 0 - 3 0 - 3 0 - 3
Fach 4: Politik/Gesellschaftslehre 0 - 3 0 - 3 0 - 3

 

 

Qualifikation und Abschlussprüfung
Zum Abschluss der Ausbildung erhalten die Auszubilden neben dem von der Handwerkskammer ausgestellten Gesellenbrief ein Berufsschulabschlusszeugnis des Berufskollegs Lübbecke. Dieses Berufsschulabschlusszeugnis enthält neben den einzelnen Fächernoten eine Berufsschulabschlussnote, in die die Fächernoten des berufsbezogenen und des berufsübergreifenden Bereiches einfließen.

Der Berufsabschluss entspricht dem Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss nach Klasse 10 (HS 10A) Die Fachoberschulreife (HS 10B bzw. FOR) erwerben Schülerinnen und Schüler, wenn sie eine Berufsschulabschlussnote von mindestens 3,0 erreichen, die Berufsabschlussprüfung bestanden haben und die für die FOR notwendigen Englischkenntnisse (80 Unterrichtsstunden) nachweisen. Darüber hinaus wird mit einem Durchschnitt der Berufsabschlussnote von mindestens 2,5 der Q-Vermerk erreicht.  

Beratung

Bereichsleitung:                  Matthias Husemeyer      Tel.: 05741/345835

Bildungsgangkoordination:    Harald Bruhn                 Tel.: 05741/345830

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei BERUFENET.



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